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Fecht-Olympiasieger
Kleibrink nach Überfall auf dem Rückweg nach Deutschland

Benjamin Kleibrink nach Überfall auf dem Rückweg nach Deutschland
Benjamin Kleibrink wurde in Shanghai schwer verletzt. FOTO: dpa, nic jai
Florett-Olympiasieger Benjamin Kleibrink (Bonn/Tauberbischofsheim) ist nach der Attacke während eines Aufenthaltes in Shanghai auf dem Rückweg nach Deutschland.

"Am Donnerstagabend wird er in Frankfurt eintreffen und dann zu Nachkontrollen in ein Bonner Krankenhaus gebracht", sagte Sven Ressel, Sportdirektor des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB), dem SID: "Es geht ihm den Umständen entsprechend gut, er ist weiter genesen."

Kleibrink war vor gut anderthalb Wochen von einem Touristen attackiert worden, erlitt dabei ein Schädel-Hirn-Trauma. Nach Auskunft des Verbandes wurde der 30-Jährige, der im Rahmen des Florett-Grand-Prix in der chinesischen Metropole weilte, nach dem Verlassen eines Restaurants "ohne jeglichen Grund" von hinten attackiert und dabei am Kopf verletzt. Laut Ressel handele es sich um einen 19-jährigen Russen, die Anwälte seien eingeschaltet.

Wann der Einzel-Olympiasieger von Peking 2008 wieder fechten kann, lässt sich noch nicht einschätzen. "Er wurde jetzt erst mal für die am Montag beginnende EM abgemeldet. Wir hoffen, dass er zur neuen Saison ab Oktober wieder einsetzbar ist", sagte Ressel.

Die Teilnahme an den Olympischen Spielen im August in Rio hatte Kleibrink, der im Januar nach dreijähriger Auszeit sein Comeback gegeben hat, ohnehin verpasst, weil die Florettmannschaft in der Qualifikation gescheitert war. Ein Startplatz im Einzel war für Kleibrink, der nach Team-Bronze in London 2012 zurückgetreten war, wegen seines späten Comebacks nicht mehr möglich.

(sid)
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