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CHIO in Aachen
Ehning Dritter im Eröffnungsspringen

CHIO: Marus Ehning Dritter im Eröffnungsspringen - Eduardo Menezes siegt
Marcus Ehning. FOTO: dpa, frg jhe hpl
Aachen. Die Hoffnungen auf einen deutschen Sieg im Eröffnungsspringen des CHIO in Aachen haben sich nicht erfüllt. Als bester Reiter der Gastgeber belegte Marcus Ehning (Borken) mit der Stute Calanda den dritten Platz.

Der Mannschafts-Olympiasieger von Sydney 2000 blieb zwar fehlerfrei, war in 62,16 Sekunden aber deutlich langsamer als der siegreiche Brasilianer Eduardo Menezes mit Caruschka (0/59,36) und die Niederländerin Aniek Poels mit Cosma Go (0/61,01).

Die Stars der Szene hielten sich bei hochsommerlichen Temperaturen in der Soers noch zurück. Frankreichs Team-Olympiasieger von Rio um Kevin Staut und Roger-Yves Bost verfehlten die Top-Platzierungen ebenso deutlich wie Weltcupsieger Mclain Ward (USA) oder die deutschen Asse um den viermaligen Olympiasieger Ludger Beerbaum und den Team-Olympiadritten Christian Ahlmann. Auch Philipp Weishaupt, Bereiter im Stall von Beerbaum und 2016 Gewinner des Großen Preises von Aachen, konnte mit Platz 43 nicht überzeugen.

Springreiter-Equipe für Nationenpreis

Im Hinblick auf die deutsche Equipe im Nationenpreis am Donnerstag ist derweil die Entscheidung gefallen. Marco Kutscher, Marcus Ehning, Philipp Weishaupt und Maurice Tebbel werden Deutschland bei der Titelverteidigung vertreten. Laura Klaphake, obwohl im Eröffnungsspringen zehn Positionen besser platziert als Tebbel, ist Ersatzreiterin.

Olympiasieger und Weltmeister aus allen Disziplinen mit Isabell Werth (Dressur) und Michael Jung (Vielseitigkeit) an der Spitze vertreten Gastgeber Deutschland beim CHIO in den Mannschafts-Wertungen. Beim "Weltfest des Pferdesports" in der Soers sind in diesem Jahr 334 Teilnehmer aus 27 Nationen mit insgesamt 567 Pferden dabei.

Die Höhepunkte sind der Nationenpreis am Donnerstag sowie der Große Preis von Aachen am Sonntag, der Bestandteil einer vier Springen umfassenden Grand-Prix-Serie mit den Standorten 's-Hertogenbosch, Genf, Aachen und Spruce Meadows/Kanada ist. Gewinnt ein Reiter drei dieser vier Springen, erhält er eine Million Euro Preisgeld, gewinnt er auch noch das vierte, gibt es eine weitere Million obendrauf.

In der Dressur gehören neben der sechsmaligen Olympiasiegerin Werth, die mit ihrem Paradepferd Weihegold antritt, aus der Gold-Equipe von Rio noch Dorothee Schneider mit Sammy Davis jr. und Sönke Rothenberger mit Cosmo zum Team. Komplettiert wird das Quartett von Hubertus Schmidt und Imperio. Der Reitmeister ersetzt Kristina Bröring-Sprehe, die wegen einer Verletzung ihres Olympiapferdes Desperados mit Destiny nur in der sogenannten kleinen Tour antritt.

Die Vielseitigkeitsreiter treten ebenfalls mit drei Olympiastartern von Rio an. Der dreimalige Olympiasieger Michael Jung mit Sam, Weltmeisterin Sandra Auffarth mit Opgun Louvo und Ingrid Klimke mit Hale Bob werden in der Soers von Josefa Sommer mit Hamilton unterstützt.

Der CHIO verfügt in diesem Jahr über einen Gesamtetat von 14,5 Millionen Euro, das Preisgeld beträgt 2,8 Millionen, allein eine Million davon geht an den Sieger im Großen Preis von Aachen. ARD, ZDF und WDR übertragen vom 18. bis 23. Juli insgesamt 30 Stunden aus der Soers. Das Event wird in 140 Ländern ausgestrahlt, unter anderem durch CC5 in China und durch NBC in den USA.

(sid)
 
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