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Springreiten
Deußer hofft in Vegas auf das große Los

Daniel Deußer hofft in Las Vegas auf das große Los
Daniel Deußer darf sich Hoffnungen auf den Titel machen. FOTO: dpa, isl sam nic
Las Vegas. Mitfavorit, Titelverteidiger und neuerdings auch Weltranglisten-Erster: Daniel Deußer reist mit einer großen Portion Selbstvertrauen zum Weltcup-Finale der Springreiter nach Las Vegas.

Der gebürtige Wiesbadener ist seit zwei Jahren mit seinem Ausnahmepferd Cornet d'Amour der überragende deutsche Springreiter und rechnet sich für die inoffizielle Hallen-WM in der Wüste von Nevada einiges aus.

"Ich bin guter Dinge. Wenn ich mich auf meinen Job hundertprozentig konzentrieren kann und das Glück mir etwas treu bleibt, kann ich vorne landen", sagte der 33-Jährige dem Sport-Informations-Dienst (SID) vor dem ersten Auftritt am Donnerstag in der Spieler-Metropole.

Für den im belgischen Mechelen beheimateten Deußer lief es zuletzt optimal. Bei der Weltcup-Qualifikation in 's-Hertogenbosch (Niederlande) gewann der deutsche Meister im Sattel von Cornet den Großen Preis. Und als Anfang April die neue Weltrangliste veröffentlicht wurde, stieß der Erfolgsreiter einen spontanen Jubelschrei aus. Zum ersten Mal in seiner Karriere stand sein Name ganz oben, noch vor den Granden Scott Brash und Ludger Beerbaum. "Das ist ein Supergefühl und zeigt, dass ich langfristig gut gearbeitet habe", sagte der Durchstarter.

Mehr und mehr erweist sich die Zusammenarbeit mit dem zwölf Jahre alten Schimmelwallach als Glücksfall. Bei den Europameisterschaften 2013 in Herning (Dänemark) und den Weltmeisterschaften 2014 in Caen (Frankreich) war der gebürtige Hesse mit Cornet jeweils bester deutscher Starter. Den Höhepunkt stellte der Triumph beim letztjährigen Weltcup-Finale in Lyon dar.

"Das Weltcup-Finale steht für uns Reiter nach wie vor hoch im Kurs. Es ist der Abschluss und Höhepunkt einer langen Weltcup-Saison", sagt der 1,92 m große Schlaks, der eine besondere Beziehung zu dem Hallen-Championat hat. Mit gerade mal 25 Jahren überraschte der Nobody 2007 mit Rang zwei. Ein komplizierter Dopingfall, der nie ganz aufgeklärt werden konnte, brachte ihm jedoch viel Ärger und Negativ-Schlagzeilen ein.

Bundestrainer Otto Becker hielt zu ihm und räumt seiner Nummer eins im ThomasundMack-Center wieder gute Chancen ein. "Daniel war in den letzten Wochen super in Schuss", sagte Becker, der drei weitere Eisen im Feuer hat. Marcus Ehning (Borken) mit Singular La Silla, Marco Kutscher (Bad Essen) mit Cornet Cristallo und "Hansi" Dreher (Eimeldingen) mit Cool und Easy satteln jedoch nicht ihre Top-Pferde.

Deußer indes setzt ganz auf sein Paradepferd und darf deshalb auch in Zukunft auf weitere Highlights hoffen. Der Cornet-Obolenski-Sohn, um den sich immer wieder Verkaufsspekulationen rankten, ist jüngst vollständig in den Besitz seines Stallchefs Stephan Conter übergegangen. Damit bleibt das Duo zusammen und könnte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Sommer 2016 richtig durchstarten.

(sid)
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