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Fecht-WM
Joppich scheitert im Viertelfinale

Fecht-WM: Peter Joppich scheidet im Viertelfinale aus
Peter Joppich ist im WM-Viertelfinale ausgeschieden. FOTO: dpa, si ss
Moskau. Am letzten Tag der Einzelwettbewerbe gab es für die deutschen Fechter bei der WM in Moskau keine Medaille. Der viermalige Einzel-Weltmeister Peter Joppich schied im Viertelfinale aus.

Florett-Star Peter Joppich fehlte nur ein einziger Sieg zu seiner 14. WM-Medaille, das Warten auf das zweite deutsche Edelmetall der Titelkämpfe in Moskau geht weiter. Zum Abschluss der Einzel-Wettbewerbe in der russischen Hauptstadt schied der viermalige Weltmeister aus Koblenz als letzter deutscher Athlet im Viertelfinale aus.

Der 32-Jährige verlor gegen Gerek Meinhardt (USA) 10:15 und konnte fünf Jahre nach seinem letzten WM-Titel seiner langen Erfolgsgeschichte kein weiteres Kapitel hinzufügen. "Natürlich ärgere ich mich. Die Medaille hätte ich schon gerne gewonnen", sagte Joppich: "Aber ich freue mich über das, was ich heute auf die Bahn bringen konnte. Das hat heute Hand und Fuß gehabt." Sportdirektor Sven Ressel ergänzte: "Die Medaille wäre das i-Tüpfelchen gewesen.
Aber Peter hat gezeigt, dass er absolut mithalten kann."

Da auch die deutschen Florett-Damen um die ehemalige WM-Zweite Carolin Golubytskyi leer ausgingen, gab es für den Deutschen Fechter-Bund (DFeB) den zweiten Tag ohne Medaille in Folge. Zur Halbzeit der Titelkämpfe in Russland bleibt damit Bronze von Säbelfechter Max Hartung das einzige deutsche Edelmetall.

Dabei war Joppich wieder einmal dicht dran gewesen. Und das, obwohl sich der 32-Jährige, der 2002 erstmals WM-Gold in der Mannschaft gewann, zu Beginn schwer tat und eine unangenehme Auslosung zu bewältigen hatte. Zum Auftakt traf der Koblenzer auf den Weltmeister von 2013, den Amerikaner Miles Chamley-Watson. Zwischenzeitlich lag er gegen seinen schlaksigen Gegner 6:10 zurück, bekam insgesamt zwei Straftreffer - und gewann dennoch 15:12.

Eine Runde später kam es dann zum deutschen Duell mit seinem Trainingspartner Sebastian Bachmann (Tauberbischofsheim). Beim knappen 12:11 fiel die Entscheidung sogar erst im sudden death. Nach dem anschließenden 15:11 gegen den EM-Zweiten Daniele Garozzo aus Italien war Joppich dann nur noch einen Sieg von einer Medaille entfernt - doch die Hoffnungen erfüllten sich nicht. Schnell geriet Joppich in Rückstand und lag zwischenzeitlich sogar 4:11 hinten. Zwar kämpfte er sich noch einmal auf 10:12 heran, am Ende reichte es jedoch nicht.

Für die Olympischen Spiele hatte der Einzel-Wettbewerb im Florett aber keine größere Bedeutung. Für das Ticket nach Rio liegen die Hoffnungen der Deutschen auf dem Teamwettbewerb am Sonntag.

Bei den Frauen endeten die ohnehin nur geringen Hoffnungen auf Edelmetall äußerst früh. Golubytskyi, vor zwei Jahren in Budapest noch mit Einzel-Silber dekoriert, schied als letzte deutsche Starterin in der zweiten Runde aus. Die 29-Jährige aus Tauberbischofsheim unterlag Sabrina Massialas aus den USA 9:15.

Am Freitag versucht das deutsche Herrensäbel-Team, den WM-Triumph aus dem Vorjahr zu wiederholen. Ihre Pflichtaufgabe im Achtelfinale lösten Hartung, Nicolas Limbach, Matyas Szabo und Benedikt Wagner (alle Dormagen) am Donnerstag beim 45:28 gegen Großbritannien jedenfalls souverän. Zudem kämpfen die deutschen Degen-Damen um Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann um wichtige Punkte für das Ticket zu den Spielen in Rio im kommenden Jahr.

Nicht über das Achtelfinale hinaus kamen die deutschen Säbelfechterinnen. Anna Limbach, Sibylle Klemm (beide Dormagen), Alexandra Bujdoso (Koblenz) und Ann-Sophie Kindler (Eislingen) verloren gegen Peking-Olympiasieger Ukraine und belegten den 15. Platz.

(sid)
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