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Skandal beim japanischen Kanu-Verband
Getränk vom Kollegen manipuliert - acht Jahre Sperre

Skandal beim japanischen Kanu-Verband: Getränk vom Kollegen manipuliert - acht Jahre Sperre
Acht Jahre gesperrt: Yasuhiro Suzuki. FOTO: dpa, nic
Leipzig. Die japanische Anti-Doping-Agentur (JADA) hat den Kajakfahrer Yasuhiro Suzuki für acht Jahre gesperrt. Die Olympia-Hoffnung für die Sommerspiele 2020 in Tokio habe das Getränk des Mannschaftskollegen Seiji Komatsu mit muskelaufbauenden Substanzen manipuliert, teilte der Weltverband ICF am Dienstag mit. 

So wurde der 25-jährige Komatsu im vergangenen September nach seinem Sieg über die 200 Meter-Distanz im Kajak-Einer bei den nationalen Sprint-Meisterschaften in Ishikawa des Dopings überführt. Der sieben Jahre ältere Suzuki wurde Achter, gab aber später zu, das Getränk seines Teamkollegen mit einem anabolen Steroid versetzt zu haben, erklärte der japanische Kanu-Verband.

"Ich wollte bei den Olympischen Spielen in Tokio im Kajak-Vierer dabei sein, aber ich war nur auf Rang fünf. Ich wusste, wenn es so weiterginge, dass ich mich nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren werde, also habe ich es (die verbotene Droge, d. Red.) reingelegt", wird Suzuki auf der Weltverbands-Homepage zitiert. Er hat sich mittlerweile - von Schuldgefühlen geplagt - bei Komatsu und dem Verband entschuldigt.

Der japanische Verband stellte außerdem fest, dass Suzuki wiederholt versucht habe, andere Wettkämpfer zu manipulieren, indem er Trainings- und Wettkampf-Ausrüstung stahl. "Ein Ereignis dieser Art hat es in der Geschichte des Sports in Japan noch nie gegeben und ist sehr enttäuschend", sagte der Vorsitzende der Japanischen Sport-Agentur Daichi Suzuki.

(dpa)
 
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