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Von der Planche in die Sportpolitik
Heidemann will das IOC erobern

Den olympischen Erfolg kann es für Britta Heidemann bei den Sommerspielen in Rio nur auf dem sportpolitischen Parkett geben. Die Chance auf ihren letzten großen Auftritt auf der Planche blieb der 33 Jahre alten Peking-Olympiasiegerin verwehrt, nun kandidiert die Degenfechterin als eine von 24 Bewerbern für einen Sitz in der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Die aktuellen Probleme des Dachverbandes sieht sie als Ansporn. "Ich denke, dass gerade in der Zeit, in der internationale Sportverbände so in der Kritik stehen, der Sportler eine Stimme braucht", sagte Heidemann dem SID: "Ich glaube, dass sich die Verbände und die verantwortlichen Sportorganisationen wieder mehr um die tatsächlichen, die realitätsnahen Sorgen der Athleten kümmern sollten." Heidemann wirkt dabei bereits geschult auf der diplomatischen Bühne. Eines ihrer Kernthemen im "Wahlkampf" um die Gunst der 10.500 Athleten im Olympischen Dorf: der Anti-Doping-Kampf. "Jeder Athlet, der sauber für Höchstleistungen kämpft, schaut bei jeder neuen Enthüllung ohnmächtig zu. Man fragt sich, wie das sein kann", sagt sie. 2004, bei ihrer ersten olympia-Teilnahme, gab es Silber in der Mannschaft - nach einer Finalniederlage gegen Russland.
(sid)
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