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Neue DSV-Präsidentin
Kann Unternehmerin Dörries dem Schwimmsport neuen Schwung geben?

Kann Unternehmerin Gabi Dörries dem Schwimmsport neuen Schwung geben?
FOTO: dpa
Leipzig. Eine norddeutsche Software-Unternehmerin ist neue Präsidentin der deutschen Schwimmer. Gabi Dörries soll den DSV nach erneut enttäuschenden Olympischen Spielen auf Erfolg umprogrammieren.

Gabi Dörries ist neue Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes. Beim DSV-Verbandstag in Leipzig wurde die Fachspartenvorsitzende der Schwimmer am Samstag mit klarer Mehrheit gewählt. Dörries erhielt 346 Stimmen, der Präsident des Hamburger Schwimmverbandes, Dietmar Schott, kam auf 42 Stimmen. Vico Kohlat, bisheriger Vizepräsident Recht, erhielt eine Stimme. Das wurde der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren Quellen bestätigt. Der Verbandstag tagt am Samstag in Leipzig nicht-öffentlich.

"Ich möchte, dass durch einen respektvollen Umgang aller Beteiligten, Balance zwischen Leistungssport und Breiten- und Gesundheitssport, eine bessere Kommunikation sowie durch zurückgewonnenes Vertrauen der Länder ein starker Verband mit gemeinsamen Zielen und Erfolgen entsteht", sagte Dörries. Zahlreiche Athleten wie Britta Steffen oder Paul Biedermann hatten die Elmshorner Software-Unternehmerin unterstützt und wollen künftig unter ihr im Verband mitarbeiten.

Dörries trat mit einer kompletten Präsidiums-Mannschaft an. Der Geschäftsführer der Mannesmann Röhrenwerke, Clemens Stewing, setzte sich mit 339:54 Stimmen als neuer Vizepräsident Recht gegen Anselm Öhlschlegel durch. Die Steuerfachwirtin und internationale Kampfrichterin Andrea Thielenhaus ist neue Vizepräsidentin Finanzen, ihr Amtsvorgänger Peter Obermark trat zur Wahl nicht mehr an. Er war als einziger des bisherigen Präsidiums nicht entlastet worden. Unmittelbare rechtliche Konsequenten hat die Entscheidung der Delegierten nicht. Wolfgang Hein bleibt Vizepräsident Verbandsentwicklung.

DSV-Präsidentin Christa Thiel war nach 16 Jahren nicht wieder angetreten. Sie war vor vier Jahren als alleinige Kandidatin nur mit 57 Prozent gewählt worden. Die Rechtsanwältin aus Wiesbanden wird aber für den DSV weiterhin als Vizepräsidentin des Europäischen Verbandes LEN tätig sein. 2017 könnte sie in den Vorstand des Weltverbandes FINA aufrücken.

(dpa)
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