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Missbrauchsskandal
US-Turnverband soll Schweigegeld gezahlt haben

McKayla Maroney klagt an: US-Turnverband soll Schweigegeld gezahlt haben
McKayla Maroney gewann bei Olympia in London Silber. FOTO: rtr
Los Angeles. Weil ihr Schweigegeld gezahlt worden sei, verklagt die Turnerin McKayla Maroney den US-Kunstturnverband und das Nationale Olympische Komitee.

Wie der Sender CNN berichtet, hat die Olympiasiegerin am Mittwoch in Los Angeles im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal um den ehemaligen Teamarzt Larry Nassar Klage eingereicht.

Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge hatte Maroney im Dezember in einer außergerichtlichen Einigung 1,25 Millionen US-Dollar (rund 1 Million Euro) erhalten. Dabei sei Vertraulichkeit in dem Fall vereinbart worden.

Maroney sei traumatisiert gewesen und habe Geld für ihre psychologische Behandlung benötigt, zitiert CNN den Anwalt der Turnerin John Manly. Die Abmachung sei ein unmoralischer und illegaler Versuch, ein Opfer von Kindesmissbrauch zum Schweigen zu bringen. USA Gymnastics entgegnete in einem Statement, dass der Vorschlag der Vertraulichkeit von der damaligen Anwältin Maroneys initiiert worden sei.

Nassar hatte sich im November in einer Anhörung teilweise für schuldig bekannt und späte Reue gezeigt. 130 Turnerinnen und Turner hatten gegen den früheren Mediziner der Michigan State University Zivilklagen eingereicht.

(dpa)
 
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