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Schockmoment für Surfer Fanning
"Wenn der Hai gewollt hätte, hätte er ihn gefressen"

Mick Fanning hatte bei Hai-Attacke wohl einfach nur Glück
Mick Fanning lehnt sich nach dem Hai-Vorfall an die Schulter von Surflegende Kelly Slater. FOTO: dpa, WSL
Jeffreys Bay (Südafrika). Es war eine Horrorszene, die live im TV übertragen wurde: Surfer Mick Fanning kämpfte eigentlich um den Sieg bei den J-Bay Open in Südafrika, doch dann ging es plötzlich um sein Leben. Ein Hai tauchte direkt hinter dem dreimaligen Weltmeister auf – und der hatte wohl einfach nur Glück. Von Jannik Sorgatz

Fannings Gegner im Finale, Julian Wilson, surft gerade die erste Welle, Fanning wartet im Wasser auf seinen Einsatz. Auf einmal kommt ein Hai ins Bild, Fanning strampelt mit den Beinen, auch der Hai zappelt. "Holy shit", hört man den TV-Kommentator sagen, die zweite Hälfte seines Ausrufs wird jedoch weggepiept. Fanning und der Hai verschwinden hinter einer Welle, für ein paar Sekunden ist nichts zu sehen. Die Regie schaltet in die Totale. Das Schlimmste darf befürchtet werden.

Doch dann gibt es Entwarnung: Ein Jetski ist schnell zur Stelle, Fanning steigt unversehrt in ein Boot, wo ihn sogleich ein Reporter befragt, wenige Momente nach dem mutmaßlichen Schockmoment seines Lebens. "Ich habe gespürt, wie sich etwas in meiner Beinkordel verfangen hat. Ich bin gesprungen wie ein Löwe, habe um mich getreten und geschrien", schildert Fanning die Szene.

Hai-Expertin Ocean Ramsey aus den USA postet ihre Eindrücke ein paar Stunden später bei Instagram: "Nein, er wurde nicht vom Hai angegriffen, er surfte im Revier des Hais und der Hai kam ihm nahe, verfing sich in seiner Leash und drehte durch. Würdet ihr nicht durchdrehen, wenn ihr schwimmt und euch verfangt?"

Aus der Heldengeschichte, die viele Medien schreiben, macht Ramsey eine "Einfach-nur-Schwein-gehabt-Story": "Wenn der Hai gewollt hätte, hätte er ihn gefressen. Die Sicht war schlecht und Fanning strampelte wie eine verwundete Robbe."

Auch wenn Haiangriffe eine natürliche Gefahr des Surfsports sind, meinten viele Beobachter, so etwas bei solch einem Wettkampf noch nie gesehen zu haben. Der wurde übrigens abgebrochen, die Finalisten Fanning und Wilson teilten sich das Preisgeld. Der Australier Fanning hatte jedoch noch etwas ganz anderes gewonnen vor der Küste Südafrikas.

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