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Darts-WM in London
Van Barneveld feiert Halbfinal-Einzug mit Schalkes Huntelaar

London. Raymond van Barneveld ist die große Überraschung bei der Darts-WM in London. Durch einen 5:4-Erfolg gegen Michael Smith ist der Niederländer am Freitag ins Halbfinale eingezogen – und feierte anschließend mit Klaas-Jan Huntelaar vom FC Schalke 04. Und dieser will sich revanchieren.

Schon wieder so ein Krimi. Schon wieder mit dem besseren Ende für "Barney". Der fünffache Weltmeister drehte gegen Smith einen 0:3-Satzrückstand um und siegte 5:4 nach Sätzen, obwohl er auch im entscheidenden Durchgang mit 0:2 Legs zurücklag. Smith vergab sogar einen Matchdart, am Ende siegte van Barneveld mit einem Treffer in die Doppel-16.

Und im Publikum, das van Barneveld leidenschaftlich anfeuerte, freute sich ein Sport-Promi ganz besonders: Schalke-Stürmer Huntelaar. Dieser hatte van Barneveld im Vorfeld via Twitter um Tickets gebeten, und "Barney" sicherte dem niederländischen Nationalspieler ein paar der begehrten Eintrittskarten für den legendären Ally Pally in London, den auch am Freitag wieder 3000 Darts-Fans in ein Tollhaus verwandelten.

"Wir kannten uns vorher gar nicht. Er fragte mich auf Twitter, ob er ein Ticket haben könnte. Ich habe gesagt: 'Ja, das kriegen wir irgendwie hin'. Dann ist er mit seinen besten Freunden vorbeigekommen", sagte van Barneveld nach seinem Halbfinaleinzug dem TV-Sender Sport1.

Dabei stellte van Barneveld die Nerven des Schalkers auf eine harte Probe. "Wenn ich der Nationalmannschaft zuschaue, will ich natürlich auch, dass sie gewinnt. Als ich 0:3 hinten war, hat sich Huntelaar bestimmt auch gedacht: 'Dafür bin ich hierhergekommen?'", sagte van Barneveld dem britischen TV-Sender Sky.

Huntelaar ist nicht der erste niederländische Fußballer, der im Ally Pally zu Gast war. "Robin van Persie war schon einmal dabei, auch Arjen Robben und Rafael van der Vaart – sie alle lieben Darts", sagte van Barneveld, der als Revanche bald auch ein Fußball-Spiel auf Schalke besuchen soll. "Er hat sich so über die Tickets gefreut und mich schon zu einem Spiel nach Deutschland eingeladen", sagte der Halbfinalist, der nach seinem Coup gegen Smith ankündigte, Huntelaar noch ins Londoner Nachtleben zu entführen: "Wir gehen heute definitiv noch einen heben."

Van Barneveld, der im vergangenen Jahr auf Rang 16 der Weltrangliste abrutschte und im WM-Achtelfinale einen sensationellen Sieg gegen den Weltranglistenersten Michael van Gerwen landete, forderte nach dem zweiten Krimi in Serie einen neuen Spitznamen ein. "Sie sollten mich Michael Jackson nennen. Jedes Spiel, das ich spiele, ist ein Thriller", sagte van Barneveld bei Sport1. "Thriller" hieß ein Album der im Jahr 2009 verstorbenen Musik-Legende Jackson.

Auch für Sport1 war es ein erfolgreicher Neujahrstag: Bei den Viertelfinals am Abend schalteten in der Spitze bis zu 790.000 Zuschauer ein, nach dem "Tatort" waren es sogar über eine Million.

(seeg)
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