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Eklat beim Heimatverein
Ringer-Weltmeister Stäbler verweigert Glückwünsche

Fotos: Stäbler gewinnt historisches WM-Gold
Fotos: Stäbler gewinnt historisches WM-Gold FOTO: dpa, pkb ms
Leinfelden-Echterdingen. Ringer-Weltmeister Frank Stäbler hat bei einem Empfang in Leinfelden-Echterdingen für einen Eklat gesorgt. Der 26-Jährige, der vor etwa drei Wochen in Las Vegas das erste WM-Gold eines deutschen Ringers nach 21 Jahren geholt hatte, verweigerte am Sonntag die Glückwünsche des Vorsitzenden seines Heimatvereins TSV Musberg, Joachim Beckmann, im Alten Rathaus Musberg, einem Stadtteil von Leinfelden-Echterdingen.

Seit Jahren gebe es Unstimmigkeiten zwischen dem TSV-Hauptverein und der Ringerabteilung, hieß es von Seiten der Stadt. Sie fühle sich nicht ausreichend unterstützt und habe inzwischen einen Förderverein gegründet. Stäbler trainiert noch in Musberg, ringt in der Bundesliga aber für den ASV Nendingen.

"Die verschiedenen Vorfälle der letzten Monate haben mich zutiefst verletzt und machen mich einfach nur traurig. Ich bin ein zutiefst ehrlicher Mensch, ich wollte in dieser Situation aus meinem Herzen auch einfach keine Mördergrube machen", erklärte Stäbler, nachdem er auf die Ansprache des Ersten Vorsitzenden verzichtet hatte.

Auch wenn er den WM-Titel im griechisch-römischen Stil in der Spielerstadt Las Vegas geholt habe, habe das nichts mit Glück zu tun gehabt, erklärte Stäbler. Erfolg erfordere vielmehr "Blut, Schweiß und Tränen". Oberbürgermeister Roland Klenk würdigte Stäbler mit den Worten, der 26-Jährige habe in den USA seine "ganz eigene Geschichte geschrieben". Mit der Goldmedaille qualifizierte sich Stäbler auch für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.

(dpa)
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