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Zu geringe Prämie
Snooker-Star O'Sullivan verzichtet auf optimale Punktausbeute

O'Sullivan gewinnt sechsten Masters-Titel
O'Sullivan gewinnt sechsten Masters-Titel FOTO: afp, ad/rb
Cardiff. Der ehemalige Snooker-Weltmeister Ronnie O'Sullivan hat erneut für Aufsehen gesorgt. Der Engländer ließ am Montag bei den Welsh Open in der Billard-Variante absichtlich die Chance ungenutzt, in einem Durchgang die optimale Ausbeute von 147 Punkten zu erzielen.

O'Sullivan begründete dies mit der seiner Ansicht nach zu geringen Prämie von 10.000 Pfund. "Das ist, als wenn Du in ein Mercedes-Autohaus gehst und sie Dir sagen, dass Du das Auto für 3000 Pfund bekommen kannst", erklärte der 40-Jährige dem Sender BBC.

Der für sein Talent und seine schillernde Persönlichkeit bekannte O'Sullivan war beim 4:1-Sieg gegen Barry Pinches in Runde eins auf dem Weg zum Gewinn des entscheidenden Durchgangs, als sich die Chance bot. Nachdem er sich nach der Höhe der Prämie erkundigt hatte, entschied sich O'Sullivan, die leichtere pink-farbene Kugel zu lochen, die sechs Punkte einbringt. Die in diesem Moment schwieriger zu lochende schwarze Kugel hätte ihm die höchst möglichen sieben Punkte eingebracht. Danach räumte er den Tisch komplett ab und erreichte das nun noch mögliche höchste Ergebnis von 146 Punkten.

Beim Snooker gibt es 15 rote Kugeln, die einen Punkt zählen. Nach dem Lochen jeder roten Kugel muss eine andersfarbige gespielt werden. Gelb zählt zwei Punkte, grün drei, braun vier, blau fünf, pink sechs und schwarz sieben Punkte. Diese Kugeln werden nach dem Lochen wieder auf den Tisch gelegt, so lange noch rote im Spiel sind. Sie werden erst am Ende in der Reihenfolge ihres Wertes aufsteigend abgeräumt. Ein sogenanntes Maximum Break besteht aus 15 Mal Rot plus 15 Mal Schwarz - dies ergibt 120 Punkte - sowie dem Endspiel auf die Farben, wo 27 Punkte möglich sind. Daraus ergeben sich maximal 147 Punkte.

(old/dpa)
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