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Schwimm-WM
Hentke und Heintz kämpen um Medaillen

Schwimm-WM 2017: Franziska Hentke und Philip Heintz kämpen um Medaillen
Franziska Hentke (l.) guckt zufrieden auf die Anzeigetafel. FOTO: afp
Budapest. Franziska Hentke und Philip Heintz sind als Weltranglisten-Erste die beiden größten Medaillen-Hoffnung der deutschen Schwimmer bei der WM in Budapest. Sie unterstrichen ihre Ambitionen, Henkte sogar eindrucksvoll.

Franziska Hentke schwang sich endgültig zur Favoritin auf und lässt die deutschen Schwimm-Fans von einem goldenen Donnerstag träumen, Philip Heintz untermauerte zumindest seine Medaillenambition: Die beiden Weltranglistenersten im Team haben bei der WM in Budapest die Hoffnungen auf das Ende der deutschen Medaillenflaute geschürt. In die Finals am Donnerstag gehen die Schmetterling-Spezialistin Franziska Hentke (2:06,29 Minuten) als Halbfinal-Schnellste und Heintz (Heidelberg) über 200 Meter Lagen immerhin als Sechster.

Hentke ballte nach dem Blick auf die Anzeigentafel sofort die Faust im Wasser. Kampfansagen vermied die 28-Jährige am Mittwoch aber. "Es wird morgen ein enges Finale, wie es lange nicht gab. Es kann jeder jeden schlagen", sagte sie: "Ich bin froh, dass ich in einem großen Wettkampf das zeigen kann, was ich kann. Im Finale geht es um Medaillen, aber die anderen Mädels können alle schneller schwimmen. Man muss sehen, was geht."

Heintz hat noch Reserven. Im Halbfinale lag er nur rund fünf Zehntel hinter Rang drei, auf Platz neun hatte er fast acht Zehntel Vorsprung.

Pellegrini beendet Ledeckys Gold-Serie

Derweil ist Rekordweltmeisterin Katie Ledecky aus den USA erstmals in ihrer Karriere in einem WM-Finale bezwungen worden. Über 200 Meter Freistil wurde die 20-Jährige in 1:55,18 Minuten zeitgleich mit der Australierin Emma McKeown Zweite. Gold holte die Italienerin Federica Pellegrini in 1:54,73 Minuten. Durch ihre insgesamt zwölfte Goldmedaille hatte sich Ledecky am Dienstag zur alleinigen Rekordweltmeisterin vor Missy Franklin gekrönt. In Budapest gewann sie zuvor Gold über 400 und 1500 Meter Freistil sowie mit der Freistil-Staffel über 4 x 100 Meter.

Über 200 Meter Schmetterling musste sich Lokalmatador Laszlo Cseh (1:53,72 Minuten) London-Olympiasieger Chad Le Clos (Südafrika/1:53,33) geschlagen geben, der sein insgesamt viertes WM-Gold gewann. Über 50 Meter Brust gewann erwartungsgemäß der Brite Adam Peaty. Nach Weltrekorden im Vorlauf und Halbfinale (25,99) blieb er diesmal in 25,99 Sekunden knapp über seiner neuen Bestmarke.

Am frühen Abend des vierten Tages hatten die deutschen Beckenschwimmer noch keine Medaille auf dem Konto, auch bei den Olympischen Spielen 2012 und 2016 waren sie jeweils leer ausgegangen. Florian Wellbrock über 800 Meter Freistil und die Mixed-Lagen-Staffel waren am späteren Abend die ersten deutschen Endlauf-Teilnehmer, galten aber nicht als Medaillen-Kandidaten.

(dpa)
 
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