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Französische Springreiterin
Ermittlungen gegen Leprevost wegen übermäßiger Härte

Springreiten: Penelope Leprevost der Tierquälerei beschuldigt
Penelope Leprevost soll ihren Hengst überhart korrigiert haben. FOTO: afp, HL
Düsseldorf. Der Reiter-Weltverband FEI ermittelt gegen die französische Springreiterin Penelope Leprevost wegen des Vorwurfs der übermäßigen Härte.

Die 35-Jährige, als Nummer fünf des FEI-Rankings die weltbeste Amazone, hatte im Rahmen des Weltcupfinales am Osterwochenende in Göteborg ihren Hengst Vagabond de la Pomme auf dem Abreiteplatz hart korrigiert, nachdem das Tier beim leichten Trab gestolpert war.

Der FEI-Beobachter hatte den Vorgang sofort gemeldet, woraufhin die FEI nun eine offizielle Untersuchung eingeleitet hat. Vagabond de la Pomme war am langen Zügel in den Vorderbeinen eingeknickt und von Leprevost mit Sporen und einer scharfen Parade wieder aufgerichtet worden. In den folgenden Minuten riss Leprevost ihr Pferd immer wieder am Zügel nach hinten und setzte dabei die Sporen ein.

Mittlerweile hat sich die Französin auf ihrer offiziellen Facebook-Seite für ihr Verhalten entschuldigt. Sie habe Angst gehabt, "dass wir beide stürzen", und habe den Hengst "aufwecken" wollen. Dass sie dabei das "sinnvolle Maß der Korrektur" überschritten habe, sei ihr im Nachhinein klar geworden, das "geistige und körperliche Wohl ihrer Pferde" liege ihr "immer sehr am Herzen".

FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibanez hatte in Göteborg wiederholt betont, wie wichtig dem Weltverband das Thema Tierschutz sei. "Die Pferde sind die Stars in unserem Sport, ihr Wohl steht über allem", sagte die Spanierin. Deshalb seien die FEI-Stewards auch angehalten, jeden Ansatz von unsachgemäßer Behandlung der Tiere sofort zu melden.

(seeg/sid)
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