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Wrestling-Karriere
Tim Wiese hat jetzt seinen Kampfnamen

Wiese spricht vor seinem ersten Kampf
Wiese spricht vor seinem ersten Kampf FOTO: dpa, brx fgj
Frankfurt/Main. Einen Tag vor seinem Debüt als Profi-Wrestler hat der ehemalige Fußball-Nationaltorhüter Tim Wiese das Geheimnis um seinen Kampfnamen gelüftet, unter dem er seine Rivalen künftig auf die Bretter schicken will.

Wiese ist "The Machine": "Es gibt nur ein Ziel: Zerstörung. Ich will Gas geben und freue mich darauf", sagte der 34-Jährige am Mittwoch in Frankfurt am Main.

Wiese alias "The Machine" wird am Donnerstag in der Münchner Olympiahalle erstmals als neues Gesicht des Profi-Verbandes WWE in den Ring steigen. Zusammen mit seinen Partnern Cesaro und Sheamus tritt er gegen das Duo "The Shining Stars" und Bo Dallas an. "Es kann kommen wer will. Ich bin nicht zu schlagen!", sagte Wiese vor seinem Debüt.

Für seine zweite Karriere hatte sich der ehemalige Schlussmann von Werder Bremen und 1899 Hoffenheim so intensiv wie vielleicht nie zuvor gequält. Monatelanges Schuften im Fitnessstudio, dazu ein extremes Drill-Camp in Orlando und schmerzende Sparrings mit anderen Kraftpaketen - für die Erfüllung seines großen Traums ging Wiese bis an die Schmerzgrenze.

"Die Tryouts in den USA waren unglaublich, überhaupt nicht mit Fußball-Training zu vergleichen", sagte Wiese, der bei der WWE hoch hinaus will: "Das Ziel ist es natürlich, irgendwann einmal Champion zu werden."

117 Kilogramm Kampfgewicht

Für seine zweite Karriere hat sich der gebürtige Bergisch Gladbacher im Gym gequält und im Vergleich zu seinem Fußballer-Gewicht fast 30 Kilogramm zugelegt. "117 Kilo reine Power" bringe er auf die Matte. Das Wachsen der Muskelberge konnten die Fans stets mitverfolgen, in sozialen Netzwerken präsentierte sich der solariumgebräunte Wiese mit regelmäßigen Selfies. #breitwienie ist seiner bevorzugten Hashtags.

Die WWE setzt auf Typen wie Wiese, um das US-Unternehmen auch international nach vorne zu bringen. "Tim scheint in Europa recht bekannt zu sein, sicherlich hat sein Name eine gewisse Anziehungskraft", sagte WWE-Manager Ed Wells der "Welt am Sonntag".
Künftig will die Organisation die Hälfte ihres Gesamtumsatzes - der 2015 knapp 660 Millionen Dollar betrug - außerhalb der USA erlösen. "Deutschland ist ein strategischer Wachstumsmarkt", sagte Wells.

Für Wiese geht es darum, sich zu behaupten. Der Ausgang der Kämpfe ist zwar abgesprochen. An den Athleten selbst liegt es aber, sich zu inszenieren und die Fans zu begeistern. "Ich weiß, dass Tim als ehemaliger Leistungssportler alles mitbringt, was es braucht, um sich auf ein Ziel zu fokussieren und dann alles zu geben, um es zu erreichen", meinte etwa WWE-Vizepräsident Paul Levesque, der als Triple H selbst einer der größten und erfolgreichsten Wrestler im Ring ist.

(sid/dpa)
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