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Tischtennis
Ovtcharov und Boll im Finale – China leitet Untersuchung ein

Boll und Ma Long ziehen locker in die zweite Runde ein
Boll und Ma Long ziehen locker in die zweite Runde ein FOTO: dpa, ve fpt
Chengdu. Timo Boll (Düsseldorf) und Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg) haben das deutsche Tischtennis-Endspiel Endspiel bei den China Open in Chengdu am Sonntag perfekt gemacht.

Rekord-Europameister Boll besiegte im Halbfinale das japanische Wunderkind Tomokazu Harimoto mit 4:1. Harimoto wird am Dienstag 14 Jahre alt und mischt in jüngster Zeit die Tischtennis-Welt auf.

Ovtcharov hatte sich zuvor im Halbfinale gegen Wong Chun Ting aus Hongkong 4:2 durchgesetzt und hatte als erster Finalist festgestanden. Damit wird die China Open erstmals seit 2006 kein Chinese gewinnen. Damals hatte Boll triumphiert.

Die chinesische Elite hatte das Tableau mit einem kollektiven Protest geöffnet: Ma Long, Fan Zhendong und Xu Xin, die drei besten Spieler der Welt, traten als Zeichen des Protests gegen die Absetzung ihres Nationaltrainers Liu Guoliang nicht zu den Achtelfinals an.

Der Protest wird für das chinesische Top-Trio ein Nachspiel haben, das Sportministerium hat eine Untersuchung des Eklats eingeleitet. "Sie haben ihr Berufsethos und den Nationalstolz ignoriert und sich respektlos gegenüber dem Publikum und den Gegnern verhalten", hieß es in einer Mitteilung, dies sei inakzeptabel. Der chinesische Tischtennis-Verband wurde angewiesen, den Vorfall aufzuklären.

Liu Guoliang hatte die chinesische Nationalmannschaft 2013 übernommen. 1996 in Atlanta war er zweifacher Olympiasieger, im Halbfinale des Einzels schlug er seinerzeit den heutigen Bundestrainer Jörg Roßkopf, der später Bronze gewann.

(sid)
 
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