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Ungarn
Ausnahmeschwimmerin Hosszu zerkracht sich mit Verband

Budapest. Die ungarische Weltklasseschwimmerin Katinka Hosszu hat sich mit dem eigenen Schwimmverband heillos zerstritten. Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch zerriss die mehrfache Weltmeisterin und Weltrekordhalterin einen Vertragsentwurf, den ihr der Ungarische Schwimmverband (MUSZ) zugeschickt hatte. Die von Hosszu abgelehnte Förder-Vereinbarung hätte vorgesehen, dass sich die 26-Jährige zum Hauptwerbeträger für die Schwimm-WM 2017 in Budapest machen lässt. "Die Förderung habe ich mir mit meiner Leistung verdient, man sollte sie nicht von weiteren Forderungen abhängig machen", erklärte Hosszu. Bereits vor anderthalb Wochen hatte Ungarns beste Schwimmerin dem Verband vorgeworfen, ihr und anderen Athleten keine ausreichenden Bedingungen für die Olympia-Vorbereitung zu sichern. Verbandspräsident Tamas Gyarfas stellte Hosszu daraufhin eine Fördersumme von 12 Millionen Forint (38.000 Euro) in Aussicht. Damit wäre aber weiterhin die Forderung verknüpft gewesen, dass sich Hosszu für die Budapester Schwimm-WM zur Verfügung stellt. "Der Verband wollte mich damit bloß zum Schweigen bringen", sagte die Schwimmerin am Mittwoch. "Doch mein Ziel war es nie, dass sich mein Bankkonto füllt, sondern dass der Verband seine Arbeit macht." Hosszu zufolge verweigere sich der Schwimmverband moderner Trainingsmethodiken. Er trage deshalb Schuld daran, dass die ungarischen Schwimmer nicht das Maximum aus sich herausholen könnten. Sie kündigte an, sich ohne die Hilfe des Verbands allein mit ihrem Trainer und Ehemann Shane Tusup auf Olympia in Rio vorbereiten zu wollen.
(dpa)
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