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Chinesischer Starsegler im Pazifik vermisst
US-Küstenwache erklärt Guo Chuan für tot

US-Küstenwache erklärt Segler Guo Chuan für tot
Guo Chuan wird vermisst. FOTO: afp
Peking. Die US-Küstenwache hat ihre Suche nach dem chinesischen Starsegler Guo Chuan im Pazifischen Ozean ausgesetzt. Wie sie am Donnerstag mitteilte, fand ein Rettungsteam an Bord seines treibenden Trimarans nur eine Schwimmweste.

Die Küstenwache erklärte weiter, Guo sei ein "professioneller Seefahrer mit einer großen Leidenschaft für das Segeln" gewesen. "Unser tiefstes Beileid gilt nicht nur seiner Familie und seinen Freunden, sondern auch seinem Team und der Seglergemeinde."

Bilder der Küstenwache zeigten Guos Trimaran "Qingdao China", der hunderte Kilometer westlich von Hawaii mit rotem Segel und der Aufschrift "Peace and Sport" (Frieden und Sport) auf den Wellen driftete. Zuvor hatten die Besatzungen eines Hubschraubers der US-Marine und ein Flugzeug der Küstenwache die "Qingdao China" überflogen, ohne Guo an Deck ausmachen zu können.

Der 51-jährige Guo war 2013 der erste chinesische Sportler, der die Erde solo nonstop umsegelte. Am 18. Oktober war er in San Francisco gestartet, um den Solo-Pazifikrekord von San Francisco nach Shanghai zu unterbieten. Sein Team hatte den Kontakt zu ihm am Dienstag verloren. In einem Tagebucheintrag vom 20. Oktober schrieb Guo, das Lachen seiner beiden Söhne auf seinem Computer sei "das schönste Lied der Welt, das Lied, das mich am meisten beruhigt".

In einem früheren Interview mit der Nachrichtenagentur Xinhua hatte der Familienvater gesagt, dass er sich am meisten davor fürchte, von Bord zu fallen und den Kontakt zum Schiff zu verlieren. Guos Team erklärte, die US-Suchmannschaften hätten im Meer ein gebrochenes Segel entdeckt.

(seeg/AFP)
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