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Vielseitigkeits-EM
"Briten-Albtraum" Jung feiert dritten Doppel-Triumph

Vielseitigkeits-EM: Michael Jung feiert dritten Doppel-Triumph
Michael Jung gewann in Schottland mit Takinou Einzel- sowie Mannschaftsgold. FOTO: dpa, phs nic hpl
Drittes Pferd - dritter EM-Triumph: Michael Jung hat bei der Vielseitigkeits-EM in Blair Castle in Anwesenheit von Queen Elizabeth II seine reiterliche Extraklasse bestätigt und den britischen Gastgebern einen weiteren Albtraum beschert. Der Schwabe gewann in Schottland mit Takinou Einzel- sowie Mannschaftsgold und feierte seinen dritten EM-Doppelerfolg in Folge - immer im Sattel eines anderes Pferdes.

"Ich bin einfach nur stolz auf mein Pferd. Mit erst acht Jahren bei einer EM eine solche Leistung zu bringen, das ist schon enorm", sagte Jung über sein Nachwuchspferd. Der 32-Jährige kam im schottischen Hochland mit dem Fuchswallach nach Dressur, Geländeritt und Springen auf 33,50 Minuspunkte und nahm die Goldmedaille aus der Hand der Queen entegegen.

Doppel-Weltmeisterin Sandra Auffarth (42,60) machte den deutschen Galaauftritt perfekt und holte im Sattel von Opgun Louvo Silber vor Thibaut Vallette (Frankreich/45,20) mit Qing du Briot. Die zweimalige Team-Olympiasiegerin Ingrid Klimke (Münster/46,60) wurde mit dem elf Jahre alten Wallach Hale Bob Fünfte.

Der Triumph der deutschen Equipe in der Teamwertung fiel sehr deutlich aus. Mit 122,70 Punkten siegte das Team von Bundestrainer und "Goldschmied" Hans Melzer vor Gastgeber Großbritannien (173,30) und Frankreich (183,70) und ist nun auch für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Rio de Janeiro erster Titelanwärter.

"Über 50 Punkte Vorsprung und das bei einem Turnier in Großbritannien - ich bin begeistert. Das war eine starke Vorstellung unserer Reiter", schwärmte Melzer.

Neben Jung, Auffarth und Klimke gehörte auch Dirk Schrade mit Hop and Skip zum siegreichen deutschen Team. Das Paar aus Sprockhövel (48,30) kam in der Einzelwertung auf Rang sieben. Die Einzelreiter Peter Thomson (Lindewitt/57,70) mit Barney und Bettina Hoy (Rheine/89,10) belegten die Plätze zehn und 34.

Jung bewies in Schottland mal wieder, dass er jeden Vierbeiner an die Spitze führen kann, selbst ein erst achtjähriges Nachwuchspferd wie Takinou. Vor zwei Jahren in Malmö/Schweden hatte der Pferdewirtschaftsmeister mit Halunke die Einzel- und Mannschaftswertung gewonnen. 2011 bei der Heim-EM in Luhmühlen triumphierte Jung mit Sam. Im Sattel des Gold-Wallachs wurde der Schwabe 2010 auch Einzel-Weltmeister in Kentucky/USA.

Für die Briten bleibt Jung ein Albtraum. Bereits eine Woche vor der EM hatte der deutsche Seriensieger beim Klassiker in Burghley aufgetrumpft und mit Sam das Turnier bei seinem ersten Start gewonnen. Normalerweise ist das 4-Sterne-Turnier in England fest in britischer Hand, doch in Zeiten von Michael Jung bleibt dem Mutterland der Vielseitigkeit nur noch das Nachsehen. Das war auch schon so bei Olympia 2012 in London so, als Jung mit Sam in der britischen Metropole ebenfalls Doppel-Gold gewann.

(sid)
 
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