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Schach-WM
Viertes Remis – Carlsen zeigt ungewohnte Schwächen

Fragen und Antworten zur Schach-WM
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New York. Magnus Carlsen und Sergey Karjakin haben sich auch in der vierten Partie der Schach-WM in New York remis getrennt. Wie am Vortag zeigte der norwegische Weltmeister Carlsen ungeahnte Schwächen bei der Verwertung eines Vorteils und verpasste den möglichen Sieg.

"Ich fühle mich nicht toll, aber es ist kein Desaster, da das Match ausgeglichen ist", sagte Carlsen. Sergey Karjakin wählte in der Eröffnung die Spanische Partie. Carlsen reagierte mit einem soliden Aufbau und hielt das Gleichgewicht. Der russische Herausforderer erspähte im 18. Zug ein brillantes Läuferopfer, das sich aber nach einem starken Damenzug Carlsens als Luftnummer erwies. Fortan drückte der Norweger seinen Gegner immer mehr in die Defensive.

Nach einer weiteren Ungenauigkeit Karjakins und dem Damentausch im 24. Zug besaß Carlsen dank seiner starken Läufer ein deutlich besseres Endspiel. Carlsen vergrößerte den Vorteil, leistete sich aber im Gefühl des sicheren Sieges mit einem unbedachten Bauernvorstoß im 45. Zug einen Fehler.

Karjakin zeigte wie am Vortag seine Qualitäten als Verteidiger und baute eine Festung auf, die Carlsen nicht im Stande war zu knacken. Er kämpfte noch bis zum 94. Zug, musste aber nach sechs Stunden und 25 Minuten ins Remis einwilligen.

"Ich dachte, dass das Endspiel einfach gewonnen ist, doch ich habe schlampig gespielt und eine Festung zugelassen", so Carlsen: "Es ist besser derjernige zu sein, der Chancen besitzt, aber ich muss natürlich auch mal eine gute Stellung verwerten."

Die fünfte Partie findet nach einem Ruhetag am Donnerstag statt. Carlsen führt die weißen Steine. Der Wettkampf in New York ist auf zwölf Partien angesetzt. Wer zuerst 6,5 Punkte erreicht, krönt sich zum Weltmeister. Bei Gleichstand folgt ein Tiebreak. Der Sieger einer Begegnung erhält einen Punkt, bei einem Remis bekommen beide jeweils 0,5 Punkte.

(sid)
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