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Düsseldorf
Angeblich Motor-Doping bei zwei Radrennen

Düsseldorf. Nach einem Bericht mehrerer Medien über angebliches "Motor-Doping" von sieben Radprofis bei zwei Rennen in Italien schlagen Insider Alarm. Gianni Bugno, der Vorsitzende der Profi-Gewerkschaft CPA, und Vincent Wathelet, der Manager von Ex-Weltmeister Philippe Gilbert, forderten den Weltverband (UCI) auf, effektiver gegen mechanische Manipulationen vorzugehen. Die Namen der Profis, die bei den Rennen Strade Bianche und Coppi e Bartali betrogen haben sollen, wurden in den Beiträgen des "Corriere della Sera" und der französischen TV-Sendung "Stade 2" allerdings nicht genannt.

Ex-Weltmeister Bugno empfiehlt den Einsatz von Wärmebild-Kameras, die UCI setzt seit Jahren auf preisgünstigere Magnetbild-Untersuchungen per Tablet. Sie könne in weniger als als einer Minute durchgeführt werden und habe sich als die effektivste, zuverlässigste und genaueste Methode herausgestellt, teilte die UCI mit.

Der Weltverband ist bisher nur einmal fündig geworden: Bei der Cross-WM Anfang 2016 hatte die Belgierin Femke Van den Driessche (19) einen versteckten Motor eingesetzt. Das sei noch ein Modell "der alten Schule" gewesen, erklärte Wathelet im Internetportal sporza.be. Seiner Meinung nach spiele diese Form des Betrugs im Peloton seit 2010 eine Rolle.

Der Manager berichtete vom ungarischen Konstrukteur Istvan Varjas, der 2015 fast 1400 dieser Spezialmotoren, die in der Hinterradnabe oder dem Sattelrohr versteckt werden können, verkauft habe. Solch ein Antrieb - nur noch etwa fünf Zentimeter groß - koste 7500 Euro und werde "sicher nicht nur an Hobbyfahrer verkauft", vermutet Wathelet. Ein solcher Mini-Motor soll 250 Watt leisten können.

(dpa)
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