WTA-Turnier in Leipzig: Anke Huber im Achtelfinale
zuletzt aktualisiert: 26.09.2001 - 10:08Leipzig (rpo). Von den deutschen Starterinnen beim WTA-Tennis-Turnier in Leipzig hat es nur Anke Huber ins Achtelfinale geschafft. Die 26-Jährige gewann in der 1. Runde gegen die Österreicherin Barbara Schett 7:6 (7:5) und 6:4.
Das von New York in die bayerische Metropole verlegte Saisonfinale wäre für die 26-Jährige aus Karlsdorf der ideale Abschluss ihrer Karriere. Derzeit rangiert die Wahl-Salzburgerin auf Position 22 der WTA-Rangliste, doch nur die besten 16 Spielerinnen qualifizieren sich für das Masters. Daher will sie noch in Moskau, Filderstadt, Zürich und Luxemburg aufschlagen und kräftig punkten. "Ein ganz schönes Pensum, an dessen Ende - wenn alles so läuft, wie ich mir es vorstelle - die Teilnahme am Masters in München steht."
In Leipzig will sie dafür den Grundstein legen. Bei ihrer zehnten Turnier-Teilnahme in Sachsen präsentierte sich Anke Huber vor offiziell 3644 Zuschauern wie gewohnt kämpferisch. Die Leipzig-Siegerin von 1995 und 1996 gab zwar gleich ihr erstes Aufschlagspiel ab und konnte erst zum 3:3 ausgleichen, doch danach zwang sie ihrer Gegnerin teilweise ihr druckvolles Spiel auf. Der Lohn war das hart erkämpfte 7:5 im Tiebreak des ersten Satzes.
Erneut gab Huber ihr erstes Aufschlagspiel ab und hatte im zweiten Satz frühzeitig mit 0:2 das Nachsehen. Doch sie schaffte wiederum die Wende und mit dem zweiten Break die 3:2-Führung. Mit eigenem Aufschlag erhöhte sie dann zum 4:2. Zwar kämpfte sich die Nummer 18 der Welt noch einmal auf 4:4 heran. Doch Huber gab mit dem erneuten Break zum 5:4 die richtige Antwort und verwandelte nach 1:22 Stunden den ersten Matchball.
Die deutschen Hoffnungen ruhen nun allein auf Anke Huber. Mit Barbara Rittner ist auch die zweite von insgesamt drei deutschen Spielerinnen ausgeschieden. Die Leverkusenerin unterlag in der ersten Runde der Italienerin Silvia Farina Elia mit 4:6, 7:6 (7:2), 4:6. Jana Kandarr (Heidelberg) war bereits mit 4:6, 4:6 gegen die Russin Elena Lichowtsewa gescheitert.
Ob die Masters-Teilnahme realisiert wird oder nicht, danach ist endgültig Schluss. Einen Rücktritt vom Rücktritt wird es nicht geben: "Mein Entschluss ist über Monate gereift, als ich Anfang des Jahres so lange verletzt war. Mir fehlt der innere Biss, mich noch einmal ganz nach oben zu kämpfen. Und im Mittelmaß stecken zu bleiben, ist nicht meine Welt." Die einstige Nummer vier der Welt (Oktober 1996) will dann erst einmal richtig ausspannen und sich um ihre beiden Hunde kümmern.
ATP-Turnier in Hongkong
Daviscupspieler Rainer Schüttler hat zwei Tage nach dem zweiten Turniersieg seiner Karriere erneut die Fahne der deutschen Tennis-Profis hochgehalten. In der ersten Runde des ATP-Turniers in Hongkong benötigte der ungesetzte Bad Homburger gegen den US-Amerikaner Michael Russell allerdings zwei Tie-Breaks, um letztlich mit 7:6 (7:2), 7:6 (7:3) in die zweite Runde einzuziehen. Ausgeschieden sind dagegen in Hongkong Lars Burgsmüller (Essen) und in Palermo Marc Goellner (Essen).
Schüttler trifft in der zweiten Runde auf den Sieger der Partie zwischen dem Israeli Harel Levy und dem an Nummer fünf gesetzten Australier Mark Philippoussis, der in Hongkong sein Comeback nach sechsmonatiger Verletzungspause gibt. Am Sonntag hatte Schüttler im Finale des Turniers in Schanghai gegen Michel Kratochvil (Schweiz) seinen zweiten Sieg auf der ATP-Tour gefeiert.
Burgsmüller unterlag dem an Nummer drei gesetzten Franzosen Sebastien Grosjean 6:7 (4:7), 4:6. Es ist schon das dritte Turnier in Folge nach Schanghai und Taschkent, bei dem Burgsmüller in der ersten Runde gescheitert ist. Goellner verlor in Palermo unglücklich mit 2:6, 6:4, 6:7 (4:7) gegen den Spanier David Sanchez.
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