Auch Marlene Weingärtner in Runde zwei: Anke Huber trotzte der Hitze in Rom
zuletzt aktualisiert: 16.05.2000 - 21:18Rom (dpa). Auch die glühende Hitze von Rom konnte Anke Huber (rechts) nicht von ihrem aufstrebenden Weg auf Sand abbringen. Zum Auftakt des mit 1,08 Millionen Dollar dotierten WTA-Tennisturniers zog die Karlsdorferin in zwei Sätzen mit 6:4, 7:5 über die Weißrussin Natascha Zwerewa in die zweite Runde ein.
Dabei machten ihr die Temperaturen von bis zu 30 Grad im Schatten und der schnelle Boden mehr Mühe als die Gegnerin. "Ich habe in der letzten Zeit sehr gut gespielt, aber der Belag hier ist viel schneller als in Deutschland. Das liegt wohl an der Hitze", befand die 25-Jährige am Dienstag nach dem Match über 1:23 Minuten.
Die an Nummer neun gesetzte Deutsche steht nun vor einer vermeintlich leichten Aufgabe: Sie trifft auf die Gewinnerin der Begegnung zwischen Emmanuelle Gagliardi (Schweiz) und Magdalena Grzybowska (Polen). Doch gerade die ungesetzten Gegnerinnen bereiten der Deutschen oft mehr Schwierigkeiten als erwartet. "Das nächste Spiel bestimmt schwierig werden, weil ich noch gegen keine von den beiden gespielt habe", sagte Anke Huber.
Gegen Natascha Zwerewa (links) führte sie souverän mit 4:1 im ersten Satz, ließ die Doppelspezialistin aber unnötigerweise auf 4:4 ausgleichen, ehe sie das 6:4 erreichte. Ein ähnliches Bild ergab sich in Durchgang zwei, als sie unter den Augen von Trainer Boris Breskvar eine 4:2- Führung verspielte. Bis zum 5:5 konnte die Weißrussin mithalten, doch dann gelangen Anke Huber die entscheidenden zwei Spielgewinne.
"Ich hatte heute wenig Kontrolle und wollte einfach zu viel. Dennoch bin ich zufrieden, dass ich gewonnen haben. Aber ich weiß, dass ich noch viel besser spielen kann", meinte die 25-Jährige. Für ihr neues Selbstbewusstsein sorgten nicht nur der Sieg in Estoril, sondern auch ihre starken Auftritte in Deutschland in den vergangenen Wochen. In Hamburg war sie erst im Halbfinale gegen die Schweizerin Martina Hingis ausgeschieden, in Berlin im Viertelfinale gegen die Südafrikanerin Amanda Coetzer.
Nach Anke Hubers (Karlsdorf) 6:4, 7:5 gegen die Weißrussin Natascha Zwerewa zog auch Marlene Weingärtner (Heidelberg) nach dem 6:2, 2:6, 6:1 gegen Lina Krasnorowtskaja (Russland) am Dienstag in die zweite Runde ein.
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