Zum Auftakt gegen Henin: Anke Huber verliert - WM-Teilnahme aber gesichert
zuletzt aktualisiert: 26.10.2001 - 22:38München (rpo). Trotz ihrer Niederlage im Viertelfinale des WTA-Turnier in Luxemburg gegen Lisa Raymond kann sich Anke Huber auf einen letzten Höhepunkt in ihrer Karriere freuen. Wie erhofft kann sie in der kommenden Woche beim Münchner Damen-Masters (30. Oktober bis 4. November) teilnehmen.
Nach dem Verzicht der Amerikanerin Venus Williams rückte Huber ins 16-köpfige Teilnehmerfeld auf. In der ersten Runde trifft sie auf Wimbledon-Finalistin Justine Henin aus Belgien. Möglicherweise verabschiedet sich die Karlsdorferin beim Masters in München sogar endgültig aus dem Tennis-Zirkus. "Falls ich die Qualifikation für das Masters schaffe, ist in München endgültig Schluss", hatte Huber noch am Donnerstagabend angekündigt. Bislang hatte sie stets die Australian Open im Januar 2002 als Rücktritts- Termin genannt.
Am Freitagabend endete Hubers gute Serie beim Turnier in Luxemburg (170 000 Dollar): Nach zwei Siegen verlor die als Nummer 4 gesetzte Weltranglisten-19. im Viertelfinale mit 6:7 (5:7), 4:6 gegen Lisa Raymond (USA/4), musste sich mit 4000 Dollar und 39 Ranglistenpunkten begnügen.
Mit Venus Williams sagte am Freitag eine weitere Spitzenspielerin die erstmals in München ausgetragene WM ab. Die Wimbledon- und US- Open-Siegerin aus den USA laboriert an einer Handgelenksverletzung und kann deshalb nicht an den Start gehen. Zuvor hatten bereits Martina Hingis und Monica Seles abgesagt. Hingis kann wegen ihrer vor kurzem in Filderstadt erlittenen Knöchelverletzung nicht starten. Die Amerikanerin Monica Seles tritt seit dem Messer- Attentat von Hamburg im Mai 1993 nicht mehr bei Turnieren in Deutschland an.
Von der Williams-Absage profitierte die Spanierin Arantxa Sanchez- Vicario, die trotz ihrer Achtelfinal-Niederlage beim Turnier in Linz in das 16 Spielerinnen umfassende Feld rückte. Durch die Niederlage von Sanchez-Vicario stand am Donnerstagabend fest, dass Anke Huber zum siebten Mal in ihrer Karriere am Masters teilnehmen wird. Ihren größten Erfolg bei dem traditionellen Höhepunkt zum Jahresabschluss feierte sie 1995, als sie im New Yorker Madison Square Garden Steffi Graf in einem packenden Endspiel nur knapp unterlag.
Sollte Huber in München die zweite Runde erreichen, träfe sie auf die Siegerin der Begegnung zwischen der Italienerin Sylvia Farina Elia und Serena Williams. Die Amerikanerin wird im Gegensatz zu ihrer älteren Schwester Venus beim Masters dabei sein und zählt neben ihren Landsfrauen, der neuen Weltranglisten-Ersten Jennifer Capriati und Lindsay Davenport, in der Münchner Olympiahalle zu den Favoritinnen.
Die Paarungen der ersten Runde:
Jennifer Capriati (USA) - Magdalena Maleewa (Bulgarien) Sandrine Testud (Frankreich) - Amelie Mauresmo (Frankreich) Justine Henin (Belgien) - Anke Huber (Karlsdorf) Silvia Farina (Italien) - Serena Williams (USA) Nathalie Tauziat (Frankreich) - Arantxa Sanchez (Spanien) Jelena Dementjewa (Russland) - Kim Clijsters (Belgien) Jelena Dokic (Jugoslawien) - Meghann Shaughnessy (USA) Amanda Coetzer (Südafrika) - Lindsay Davenport (USA)
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