Alle Sport-Artikel vom 24. November 2014
Boxen

Chagaews Gegner Oquendo im WM-Fight gedopt

Der Usbeke Ruslan Chagaew ist durch einen Sieg über einen gedopten Gegner Box-Weltmeister im Schwergewicht geworden. Tests der russischen Anti-Doping-Agentur (RUSADA) ergaben, dass Chagaews Gegner Fred Oquendo beim WM-Kampf am 6. Juli in der tschetschenischen Hauptstadt Grozny gedopt gewesen sei. In Oquendos Probe wurden die verbotenen Substanzen Anastrozol und Tamoxifen nachgewiesen. Der Puerto Ricaner Oquendo wurde daraufhin vom Weltverband WBA gesperrt. Chagaew, viele Jahre bei Universum Box-Promotion in Hamburg unter Vertrag, ist amtierender Schwergwichts-Champion der WBA, da Mehrfach-Champion Wladimir Klitschko zum WBA-Superchampion aufgestiegen ist. Chagaew gewann den Fight im Juli verdient nach Punkten. mehr

Formel-1-Saisonfinale

Lewis Hamiltons großer Triumph

Lewis Hamilton ließ seine Erinnerungen gut zwei Jahre zurückwandern. "Es gab viele, die mir sagten, ich mache einen Fehler", erzählte der Engländer, der an der Rennstrecke von Abu Dhabi das Strahlen fast gar nicht mehr aus dem Gesicht bekam. Damals wechselte er von McLaren-Mercedes ins Werksteam des Stuttgarter Autobauers. Das hatte auch im dritten Jahr in der Formel 1 nicht wirklich überzeugt. Hamilton löste Michael Schumacher ab und ist nun der neue Weltmeister. mehr

St. Pauli

Meggle ruft Abstiegskampf aus, Rzatkowski verletzt

Trainer Thomas Meggle hat auf die anhaltende Talfahrt des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli mit deutlichen Worten reagiert. "Es geht für uns nicht darum, am Ende Platz sechs, neun oder zehn zu erreichen. Wir wollen am 34. Spieltag auf Platz 15 stehen und die Klasse halten", sagte der 39-Jährige einen Tag nach der 1:4-Niederlage bei RB Leipzig: "Es geht nur noch darum und um nichts anderes." Beim Tabellenvorletzten gehe es nach vier Niederlagen aus den vergangenen fünf Zweitliga-Partien nun darum, "nicht die Nerven zu verlieren", ergänzte Meggle: "Wenn wir die entscheidenden Zweikämpfe gewinnen und Punkte einfahren, werden wir den Klassenerhalt erreichen." Bei diesem Vorhaben wird der seit Anfang September amtierende Chefcoach jedoch bis zur Winterpause auf Marc Rzatkowski verzichten müssen. Der Mittelfeldspieler hat sich einen doppelten Außenbandriss im Knöchel zugezogen. mehr

Werder Bremen

Wolf gibt Entwarnung: Gegen Paderborn wieder dabei

Die Verletzung von Werder Bremens Torhüter Raphael Wolf ist harmloser als befürchtet. Er möchte am Samstag gegen den SC Paderborn nach eigener Aussage wieder spielen. "Am Mittwoch oder Donnerstag will ich wieder mit der Mannschaft trainieren", sagte der Werder-Keeper am Montag. Wolf hatte sich am Sonntag beim 0:2 in Hamburg bei seinem Eigentor in der Nachspielzeit am Knie verletzt. Gegen Paderborn könnte der Bremer Bundesligist auch wieder auf Abwehrspieler Sebastian Prödl zurückgreifen. Der Österreicher hatte beim HSV aufgrund von Adduktorenproblemen gefehlt. "Das ist besser geworden", sagte Prödl. Angreifer Franco di Santo wird dagegen weiterhin fehlen. mehr

Curling-EM

Zweiter Sieg für Schöpp und Co.

Die deutschen Curling-Frauen um Skip Andrea Schöpp haben bei den Europameisterschaften in Champery/Schweiz den zweiten Sieg eingefahren. Gegen Dänemark gewannen Schöpp und ihr Team 7:5. Durch den Erfolg rückten die Curlerinnen mit einer nun ausgeglichener Bilanz auf den geteilten vierten Platz vor. Am Abend trafen Schöpp und Co. noch auf Tschechien. Schöpp war trotz erfolgreicher EM-Qualifikation vom Deutschen Curling-Verband (DCV) nicht nominiert worden. Dagegen hatte die siebenmalige Europameisterin vor dem Amtsgericht Kempen erfolgreich geklagt. Die stattdessen nominierte Füssenerin Daniela Driendl musste daraufhin mit ihrem Team wieder aus Champery abreisen. Die beiden deutschen Mannschaften wollen dem DCV in Champery die WM-Tickets für 2015 sichern. Dafür ist jeweils ein achter Platz notwendig. Die beiden Weltmeisterschaften 2015 finden vom 14. bis 22. März in Sapporo (Männer) und vom 28. März bis 5. April in Halifax/Kanada (Frauen) statt. mehr

Sommervorbereitung

Real spielt im Juli 2015 in Melbourne

Champions-League-Sieger Real Madrid hat die Einladung zu einem internationalen Turnier nach Melbourne im kommenden Juli angenommen. Die Königlichen spielen im 100.000 Zuschauer fassenden Melbourne Cricket Ground beim Saisonvorbereitungsturnier (18. bis 24. Juli 2015) voraussichtlich gegen Manchester City und Inter Mailand. Offiziell bestätigt wurde allerdings bisher von den Veranstaltern nur Real mit den beiden Weltmeistern Toni Kroos und Sami Khedira. mehr

Tennis

Sieben Top-Ten-Spielerinnen sagen für Stuttgart zu

Für das Stuttgarter WTA-Turnier haben schon jetzt sieben Top-Ten-Spielerinnen zugesagt. Das teilten die Veranstalter des Porsche Tennis Grand Prix am Montag mit. Neben Titelverteidigerin Maria Scharapowa aus Russland wollen unter anderen Vorjahresfinalistin Ana Ivanovic (Serbien), US-Open-Finalistin Caroline Wozniacki (Dänemark) und die Rumänin Simona Halep vom 18. bis 26. April 2015 in Stuttgart antreten. Auch die deutsche Nummer eins, Angelique Kerber (Kiel), plant einen Start bei der Sandplatz-Veranstaltung. mehr

Champions League

Arsenal gegen BVB wohl ohne Wilshere und Szczesny

Der FC Arsenal wird im Heimspiel der Champions League gegen Borussia Dortmund am Mittwoch (20.45 Uhr/Live-Ticker) aller Voraussicht nach auf Jack Wilshere und Wojciech Szczesny verzichten müssen. Englands Fußball-Nationalspieler Wilshere plagt sich derzeit mit einer Knöchelstauchung. Polens Auswahltorwart Szczesny laboriert an einer Hüftverletzung. Teammanager Arsene Wenger geht aber davon aus, dass beide Spieler in Kürze wieder zur Verfügung stehen. mehr

Australische Liga

Thijssen ist neuer Trainer bei Broich-Klub Brisbane Roar

Der australische Meister Brisbane Roar, Klub des ehemaligen Bundesliga-Profis Thomas Broich, hat den Niederländer Frans Thijssen als Interimstrainer verpflichtet. Das teilte der Klub am Montag mit. Der 62 Jahre alte ehemalige Nationalspieler ersetzt Mike Mulvey, der am Sonntag entlassen worden war. Über Vertragsdetails wurde zunächst nichts bekannt. Thijssen, der in den Medien als Mulvey-Nachfolger gehandelt worden war, spielte 14-mal für Oranje und war zuletzt als Assistenztrainer beim niederländischen Erstligisten Twente Enschede sowie als Jugendtrainer in den Vereinten Arabischen Emiraten und Katar tätig. mehr

Basketball in der NBA

Nächster Sieg für Kaman und Portland

Die Portland Trail Blazers um Basketball-Nationalspieler Chris Kaman sind in der nordamerikanischen Profiliga NBA weiter das Team der Stunde. Die Mannschaft aus dem Bundesstaat Oregon setzte sich bei den Boston Celtics mit 94:88 durch und feierte damit den siebten Sieg in Serie. Kaman kam von der Bank und steuerte 16 Punkte zum Sieg bei, der 32-Jährige war damit zweitbester Scorer der Blazers hinter LaMarcus Aldridge (20). Portland ist aktuell das Team mit der längsten Siegesserie der Liga und hat sich auf Rang drei der Western Conference vorgearbeitet. Center Kaman hat bislang mit durchschnittlich 11,1 Punkten zum starken Saisonstart beigetragen. Derweil bauten die Memphis Grizzlies ihre beeindruckende Heimserie aus. Angeführt vom Spanier Marc Gasol (30 Punkte) setzte sich das Team mit 107:91 gegen die Los Angeles Clippers durch und feierte damit den bereits 22. Sieg in Folge vor eigenem Publikum. mehr

Curling-EM

Zweite Niederlage für deutsche Männer

Die deutschen Curler haben bei der Europameisterschaft in der Schweiz die zweite Niederlage kassiert. Das Team um Skip Alexander Baumann (Schwenningen) verlor am späten Sonntagabend in Champéry gegen Russland mit 4:6. "Das Ergebnis ist schon ärgerlich, weil wir gar nicht schlecht gespielt haben", sagte Bundestrainer Thomas Lips, musste aber auch eingestehen: "Wir waren letztlich nicht gut genug, um die Russen über die gesamte Distanz zu dominieren." Nach vier Partien hat das deutsche Team mit den Erfolgen gegen Dänemark (8:6) und Lettland (8:2) und den Niederlagen gegen Russland und Tschechien (5:6) nun eine ausgeglichene Bilanz. mehr

Berlin

Schumachers Genesung kommt nur langsam voran

Fast elf Monate nach seinem schweren Skiunfall sind Prognosen über die Genesung von Michael Schumacher noch immer nicht möglich. "Einen seriösen Ausblick könnte ich nie geben", betonte seine Managerin Sabine Kehm in einem RTL-Interview vor dem Formel-1-Finale in Abu Dhabi. Schumacher mache "Fortschritte, die der Schwere seiner Verletzung angemessen sind", erklärte Kehm. "Man muss der Sache Zeit geben. Ich glaube, man muss wirklich einfach Geduld haben." Ein sichtlich bewegter Niki Lauda, Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams, sagte am Rand des Formel-1-Finales: "Wenn ich könnte, würde ich meine Energie zu Schumacher rüberbeamen." mehr

Schwimmen

Biedermann verzichtet auf Start bei der WM

Überraschend kam die WM-Absage nicht. Training also statt Titelverteidigung bei der Kurzbahn-WM. Paul Biedermann sieht sich in Doha ohne Medaillenchance. Krankheitspausen kosteten zu viel Substanz. Lächelnd gratulierte der 28-Jährige dem über 400 Meter Freistil um eine Zehntelsekunde schnelleren Sieger Clemens Rapp. Statt seinen Titel bei der WM vom 3. bis 7. Dezember in Katar zu verteidigen, wird Biedermann also seinen Trainingsrückstand aufholen. mehr

Bodybuilding

Wiese: Krafttraining war fast wie eine Droge

Der frühere Fußball-Nationaltorwart Tim Wiese hat eingestanden, dass sein extremes Bodybuilding der vergangenen Monate zu einer Art Sucht geworden ist. "Das kann man so sagen, es ist fast wie eine Droge", sagte der 32-Jahre alte Wrestling-Star in spe der "Welt am Sonntag": "Es geht auch darum, eine Aufgabe zu haben. Ungünstig wäre es, wenn ich den ganzen Tag zu Hause sitzen würde." Wiese betonte, dass er für den Muskelaufbau nie zu Dopingmitteln gegriffen habe. mehr

Klingenthal

Glänzender Saisonstart für die Skispringer

Nach dem fast perfekten Start in den WM-Winter hob Andreas Wellinger trotz des knapp verpassten Doppel-Triumphes den Daumen. Einen Tag nach dem glanzvollen Sieg der deutschen Skispringer im Mannschaftswettbewerb bejubelte der 19 Jahre alte Team-Olympiasieger mit Rang drei beim Einzel-Weltcup in Klingenthal den siebten Podestplatz seiner Karriere. Entsprechend groß war seine Freude: "Natürlich hätte ich gerne gewonnen. Aber ich kann mich nicht beschweren. Es hätte kaum einen bessern Einstand geben können. Daran kann ich mich gewöhnen." mehr

Berlin

Union-Trainer zeigt Fans den Mittelfinger

Am Tag nach seiner beleidigenden Geste gegen einen Union-Fan hat der Berliner Trainer Norbert Düwel Reue gezeigt. "Ich würde es gerne ungeschehen machen, aber das geht leider nicht", sagte der 46-Jährige. Düwel betonte aber auch: "Niemand erkauft sich mit der Eintrittskarte das Recht, meine Familie und mich zu beleidigen." Düwel hatte sich nach der 1:4-Pleite der Köpenicker gegen 1860 München dazu hinreißen lassen, den Mittelfinger Richtung Haupttribüne zu zeigen. mehr

London

Fußballerinnen gelingt klarer Sieg in Wembley

Die deutschen Fußballerinnen haben zum Jahresabschluss erstmals das Wembley-Stadion erobert. Der Europameister gewann seinen WM-Härtetest in England mit 3:0 (3:0) und feierte mit einem starken Auftritt vor 45.619 Zuschauern ein gelungenes Debüt im legendären Londoner Fußball-Tempel. Celia Sasic (12./45.) und ein Eigentor von Alex Scott (6.) sorgten für die Treffer der überlegenen deutschen Mannschaft, die sich 195 Tage vor der Endrunde in Kanada (6. Juni bis 5. Juli) im Duell mit dem aufstrebenden Weltranglistensiebten in ansprechender Form präsentierte. mehr