Der sechsfache Tour-Sieger schafft Klarheit: Armstrong: Nach der Tour ist Schluss
zuletzt aktualisiert: 31.03.2005 - 12:53Lucca (rpo). Das Rätselraten über ein baldiges Karriereende von Lance Armstrong ist offenbar zu Ende. Gegenüber der italienischen Sporttageszeitung "La Gazzetta dello Sport" bestätigte der sechsmalige Tour-de-France-Sieger, dass er plane, sein Rad nach der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt (2. bis 24. Juli) an den Nagel zu hängen. "Noch vier Monate, dann ist Schluss", wird der 33-jährige Texaner bei einem Interview zitiert.
Noch am Vortag hatte Armstrong zu einer Pressekonferenz für den 18. April vor der Georgia-Rundfahrt nach Atlanta eingeladen. Er werde dort "etwas Wichtiges" mitteilen, kündigte der Amerikaner an und fügte hinzu: "Meine Kinder fehlen mir und dieser gesamte Druck um mich herum ist ein immer teurerer Preis." Das könne kein Dauerzustand sein.
Obwohl er noch vom Sieg bei der Lombardei-Rundfahrt und bei Paris-Roubaix sowie vom Stundenweltrekord träume, werde demnächst die Zeit zum Aufhören kommen, vertraute Armstrong der französischen Tageszeitung Le Figaro an. Vorerst sei sein Ziel aber der siebte Tour-Sieg.
Im Zweijahresvertrag mit seinem neuen Teamsponsor Discovery Channel ist festgeschrieben, dass Armstrong noch mindestens einmal die Tour de France fahren muss. Über Ausstiegsklauseln wurde bisher nichts bekannt. Der TV-Sender hatte Ende 2004 die Nachfolge von US Postal angetreten.
Start bei der Flandern-Rundfahrt
Am Sonntag wird Armstrong bei der Flandern-Rundfahrt starten, hat dort aber keine Siegambitionen. Danach bestreitet er vom 19. bis 24. April die Georgia-Rundfahrt. Die unmittelbare Tour-Vorbereitung beginnt für ihn Anfang Juni bei der Rundfahrt Dauphine Libere.
In Lucca traf der Amerikaner mit Staatsanwalt Giuseppe Quattrocchi zusammen, der die Anklage im Dopingprozess gegen den Sportmediziner Michele Ferrari leitete, der in Bologna zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war.
Ferrari hatte zeitweise auch Armstrong betreut. Einer der Kronzeugen gegen den Arzt war der italienische Radprofi Filippo Simeoni gewesen. Dieser hatte Armstrong beschuldigt, ihn wegen seiner Aussagen beleidigt und bedroht zu haben.
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