Sung Yang gewinnt Heidenheimer Pokal: Arnd Schmitt und Sven Schmid Dritte beim Degenfechten
zuletzt aktualisiert: 29.04.2000 - 17:04Heidenheim (dpa). Der Südkoreaner Roy Sung Yang gewann am Samstag den Heidenheimer Pokal im Degenfechten. Im Endkampf des mit 289 Fechtern aus 45 Ländern besetzten größten Weltcupturniers setzte sich der 27 Jahre alte Olympia-23. von Atlanta gegen den Franzosen Robert Leroux im Duell der Linkshänder mit 7:5 Treffern durch. Damit gewann in der 47-jährigen Geschichte erstmals ein Asiate in Heidenheim.
Arnd Schmitt (Leverkusen) und Sven Schmid (Tauberbischofsheim) kamen auf den dritten Platz. Der 34 Jahre alte Weltmeister unterlag im Halbfinale Leroux mit 14:15, der 22-jährige Schmid verlor gegen den späteren Sieger mit dem gleichen Ergebnis. Marc-Konstantin Steifensand (Heidenheim) wurde Fünfter, Daniel Strigel (Tauberbischofsheim) kam auf den siebten Platz.
«Vier Deutsche im Finale der besten Acht bei diesem Turnier - diese Bilanz kann sich sehen lassen. Ich denke, dass wir mit Blick auf die Olympischen Spiele auf einem guten Weg sind», sagte Bundestrainer Alexander Pusch froh gelaunt zum Abschneiden seiner Sportler. Die Sydney-Mannschaft nimmt vor den drei letzten Ranglistenturnieren in Bern, Weinstadt und Stockholm Konturen an. Die Routiniers Schmitt und Steifensand haben ihre Plätze fast sicher; dahinter haben Jörg Fiedler (Tauberbischofsheim) und Sven Schmid beste Chancen auf die Nominierung. Fiedler scheiterte in Heidenheim bereits in der Runde der letzten 64 am Schweizer Marcel Fischer mit 14:15.
Weltmeister Schmitt vergab in seiner Heimatstadt die große Chance, als erster Degenfechter zum dritten Mal den begehrten Pokal im «Wimbledon» der Klingenspezialisten zu gewinnen. Der Zahnarzt machte zwar im Halbfinale einen 10:12-Rückstand wett, musste dann aber den Franzosen Leroux ziehen lassen. «Schade, es war knapp», kommentierte der 34-Jährige seine Niederlage. Für den jungen Sven Schmid war der dritte Platz die Bestätigung seiner Platzierung beim Weltcupturnier in Bogata, wo der ehemalige Böblinger ebenfalls Dritter geworden war.
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