"Fülle ungelöster Details": Athens Olympia-Organisatoren in der Kritik
zuletzt aktualisiert: 23.10.2000 - 11:10Sydney (sid). Die Organisatoren der Olympischen Spiele 2004 in Athen geraten immer mehr unter Druck. "Die Situation in Athen ist ungeklärt. Es gibt eine Fülle ungelöster Details, zum Beispiel ist das Problem mit dem Olympischen Dorf nicht klar", erklärte Walther Tröger. Der NOK-Präsident hatte IOC-Chef Juan Antonio Samaranch bei seiner Paralympics-Visite in Sydney begleitet. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte Athen vor Monaten bereits mit dem Entzug der Spiele gedroht.
In Australien sorgt besonders für Aufregung, dass an der Ausrichtung der "besten Olympischen Spiele aller Zeiten" (Samaranch) in Sydney beteiligte Firmen von Olympia-Aufträgen in Griechenland ausgeschlossen wurden. "Die Griechen haben genug davon, immer zu hören, wie gut die Spiele in Sydney waren und wie toll Australien ist", erklärte der Manager einer Firma.
Ein Joint-Venture eines australischen Architekten und einer griechischen Firma wurde daran gehindert, sich um Aufträge an wichtigen Bauten wie dem Olympiastadion zu bewerben. Als Grund wurde eine dubiose Regel der Welthandelsorganisation genannt. Der australische Handelsminister protestierte daraufhin offiziell beim griechischen Wirtschaftsminister.
Das IOC hatte kürzlich Sydneys Olympia-Organisationschef Michael Knight in seine Koordinierungskommission für die Spiele in Athen berufen.
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