Von Seles bis Bernadis: Attentate auf Sportler
zuletzt aktualisiert: 29.03.2000 - 14:01Hamburg (dpa). Immer wieder sind Sportler Opfer von Attentaten geworden. dpa sendet eine Auswahl von Übergriffen in den vergangenen Jahren.
30. April 1993: Die Weltranglisten-Erste im Tennis, Monica Seles, wird Opfer eines fanatischen Fans von Steffi Graf. Der Thüringer Günter Parche sticht der damals 19-Jährigen beim Turnier in Hamburg mit einem Messer in den Rücken. Parche erhält eine zweijährige Bewährungsstrafe, Seles kämpft jahrelang gegen die psychischen Folgen des Attentats.
6. Januar 1994: Das "Eisenstangen-Attentat" in den USA sorgt weltweit für Schlagzeilen. Der Leibwächter der Eiskunstläuferin Tonya Harding verletzt deren Konkurrentin Nancy Kerrigan. Nach den Olympischen Winterspielen wird Harding wegen Beteiligung an der Tat zu den Amateuren verbannt sowie zu einer Geldstrafe von 160 000 Dollar und 50 Stunden Sozialarbeit verurteilt.
2. Juli 1994: In Medellin wird der kolumbianische Fußball- Nationalspieler Andres Escobar erschossen. Kurz zuvor war Escobar bei der Weltmeisterschaft in den USA mit seinem Team nach dem 1:2 gegen die Gastgeber ausgeschieden. Der 27-Jährige hatte ein Eigentor verschuldet. Die geständigen Mörder behaupten, Escobar nach einem Streit getötet und den Nationalspieler nicht erkannt zu haben.
25. Dezember 1999: Während der russischen Eiskunstlaufmeisterschaften wird in Moskau der BMW der Weltmeisterin Maria Butirskaja von Unbekannten in Brand gesetzt. "Zum Glück wurde niemand verletzt", sagte die Sportlerin, die als Motiv Neid vermutet. Damit setzte sich eine Serie von Gewalttaten im russischen Sport fort, denen in der Vergangenheit Aktive und Trainer zum Opfer fielen.
12. März 2000: Der Torwart Jose Luis Chilavert wird beim Spiel seines argentinischen Clubs Velez Sarsfield von einem Böller getroffen und bricht bewusstlos zusammen. Es ist bereits das vierte Mal, dass der Paraguayaner Opfer der allgemeinen Gewalt in den Stadien wird. Ein Richter schließt nicht aus, die gesamte Spielsaison in Argentinien wegen der Gewalt zu unterbrechen.
28. März 2000: Der französische Paarläufer Stephane Bernadis wird bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Nizza im Hotel von einem Unbekannten mit einer Rasierklinge am Arm verletzt. Der zweimalige EM-Dritte hatte zuvor Drohbriefe erhalten.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











