Daviscup-Halbfinale komplett: Auch Argentinien qualifiziert
zuletzt aktualisiert: 07.04.2002 - 22:46Hamburg (rpo). Das Daviscup-Halbfinale ist komplett. Als letztes Tennis-Team hat sich Argentinien für die Vorschlussrunde qualifiziert. Die Südamerikaner setzten sich am Sonntag in Buenos Aires mit 3:2 gegen Kroatien durch. Für die Entscheidung sorgte im letzten Match Gaston Gaudio durch ein 6:4, 6:4, 6:2 gegen Ivo Karlovic.
Zuvor hatten bereits Russland, Frankreich und die USA die nächste Runde erreicht. Im Halbfinale treffen die USA auf Frankreich, Argentinien spielt gegen Russland. Die US-Amerikaner gewannen am Sonntag in Houston gegen Spanien. Andy Roddick brachte mit dem 6:2, 6:4, 6:2 gegen Alberto Martin die Gastgeber uneinholbar mit 3:1 in Führung. Die Franzosen siegten in Pau nach hartem Kampf gegen Tschechien mit 3:2. Zuvor hatte Russland mit einem sicheren 4:1 Schweden aus dem Wettbewerb geworfen.
Für die größte Überraschung des Wochenendes hatte in den ersten Einzeln der Spanier Alex Corretja mit seinem Fünf-Satz-Triumph von 4:6, 4:6, 7:6 (7:4), 7:5, 6:4 über den US-Amerikaner Pete Sampras gesorgt. Der siebenmalige Wimbledonsieger konnte es selbst nicht fassen, dass ihm der Sieg auf dem Rasenplatz in Houston nach einer 2:0-Satzführung noch entglitten war. "Das Spiel hätte ich nie und nimmer mehr verlieren dürfen. Ich dachte, ich hätte alles unter Kontrolle gehabt", sagte Sampras, der allzu gern seinen 100. Sieg auf Rasen gefeiert hätte.
Doch der Erfolg von Corretja wurde am Ende zu einem Pyrrhussieg. Wegen Schmerzen im Handgelenk musste der Spanier am Samstag auf seinen Doppeleinsatz an der Seite von Juan Balcells verzichten. Somit hatten die Amerikaner Todd Martin/James Blake leichtes Spiel, um nach einer Regen-Unterbrechung von 100 Minuten Balcells und Martin mit 6:1, 6:4, 6:4 zu besiegen und ihr Team vor den abschließenden Einzeln mit 2:1 in Führung zu bringen. Roddick schaffte am Sonntag dann als Zweifel beiseite.
Einen Tennis-Krimi erlebten die Zuschauer in Pau. Der Franzose Fabrice Santoro brauchte fünf Sätze, um gegen Bohdan Ulirach den entscheidenden dritten Punkt zu holen. Er besiegte den Tschechen glücklich mit 7:6 (7:2), 7:5, 3:6, 4:6, 6:3. Schon am Samstag hatte Santoro im Doppel an der Seite von Michael Llodra mit einem 6:3, 6:1, 6:4 über Jiri Novak/David Rikl für eine gute Ausgangsposition gegen Tschechien herausgearbeitet. Doch diese verspielte Sebastien Grosjean zunächst durch das 6:3, 1:6, 3:6, 1:6 gegen Jiri Novak, so dass die Gäste noch einmal zum 2:2-Ausgleich kamen.
Die Russen zogen erstmals seit 1999 in die Vorschlussrunde ein. Ausschlaggebend dafür war am Samstag im Moskauer Luschniki- Sportpalast das Doppel Marat Safin/Jewgeni Kafelnikow mit seinem 3:6, 7:6 (8:6), 6:7 (2:7), 7:5, 6:3 über Jonas Björkman/Thomas Johansson. Durch den Sieg gingen die Gastgeber uneinholbar mit 3:0 in Führung, da der frühere US-Open-Sieger Marat Safin und Olympiasieger Kafelnikow durch ihre Siege in den Auftakteinzeln am Freitag gegen Johansson und Thomas Enqvist frühzeitig die Weichen auf Sieg gestellt hatten.
Nach der Entscheidung ließen die Russen am Sonntag nur noch ihre Ersatzleute antreten. Michail Juschni verlor gegen Johansson mit 3:6, 4:6, Andrej Stoljarow profitierte bei seinem Erfolg von der Aufgabe seines schwedischen Rivalen Andreas Vinciguerra beim Stand von 4:6, 5:2.
In Buenos Aires lohnte es sich, dass der angeschlagene Goran Ivanisevic zusammen mit Ivan Ljubicic wenigstens das Doppel bestritt. Die Argentinier Lucas Arnold/Guillermo Canas mussten eine 6:4, 6:2, 3:6, 0:6, 6:8-Niederlage hinnehmen, so dass der Deutschland- Bezwinger Kroatien vor den Einzeln noch einmal Hoffnung schöpfte. Diese erfüllten sich zunächst. Ljubicic schaffte mit dem 6:3, 1:6, 7:6 (7:5), 6:4 den Ausgleich. Doch Gaudio sorgte mit seinem Sieg im letzten Match dafür, dass die Gastgeber jubeln durften.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











