Litauer protestieren: Aufstand nach Eistanz-Entscheidung
zuletzt aktualisiert: 23.03.2002 - 12:01Nagano (rpo). Wieder einmal waren die Athleten beim Eiskunstlaufen nicht mit der Entscheidung der Kampfrichter zufrieden: Zwanzig Paare unterschrieben eine Petition, in der die Bronze-Medaille für das israelische Tanzpaar Galit Chait/Sergei Sakhnovski angezweifelt wird.
Zusätzlich hat der litauische Verband einen offiziellen Protest gegen den vierten Platz seines Paares Margarita Drobiazko/Povilas Vanagas (Litauen) eingelegt. Die Entscheidung fiel mit 5:4 äußerst knapp aus.
Bei einer Pressekonferenz sagte Vanagas am Samstag: "Da ist viel Geld im Spiel gewesen, und dagegen können wir nicht kämpfen." Gerüchte besagen, dass der Vater der israelischen Tänzerin einige Juroren "gekauft" haben soll. Zu vermuten ist auch, dass die kritischen Äußerungen der Litauer bei Olympia bestraft werden sollten. In Salt Lake City hatte das Ehepaar ebenfalls gegen seinen fünften Platz Einspruch bei der Internationalen Eislauf-Union (ISU) eingelegt. Damals waren die beiden Paare vor ihnen sogar gestürzt, konnten aber dennoch ihre Ränge behaupten.
Viel beachtete Pressekonferenz
Zudem hatten Drobiazko/Vanagas eine viel beachtete Pressekonferenz gegeben, in der sie sich über die Machenschaften der Preisrichter ausließen. "Als aktiver Läufer sollte man wohl lieber seinen Mund halten", meinte der 32-Jährige nun in Nagano. Die bei ihren Kollegen beliebten Litauer werden nach dieser Saison ihre Karriere beenden.
Ein Ende der Betrügereien und Absprachen wird nach Ansicht der Litauer aber auch das von der ISU angekündigte neue Wertungssystem nicht bringen. "Es muss professionelle Richter geben, sonst ändert sich gar nicht", betonte Vanagas. Nach dem ISU-Projekt sollen in Zukunft 14 statt neun Juroren werten. Sieben würden dann nach dem Zufallsprinzip ausgesucht.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











