Nozal büßt Vorsprung ein: Ausreißer Simeoni gewinnt 19. Etappe
zuletzt aktualisiert: 26.09.2003 - 17:33Collado Villalba (rpo). Der italienische Rad-Profi Filippo Simeoni hat die 19., 164 Kilometer lange Etappe der Spanien-Rundfahrt von La Venga de Alcobendas nach Collado Villalba gewonnen. Hoffnung auf den Gesamtsieg kann sich weiterhin der spanischen Außenseiter Isidro Nozal machen.
Der Lokalmatador besitzt nach einem Einbruch auf der 19. und drittletzten Etappe nur noch 1:55 Minuten Vorsprung auf den ehemaligen Vuelta-Sieger Roberto Heras, der an seinem bisher zweitplatzierten Landsmann Igor Gonzalez de Galdeano vorbeizog.
Den Tagessieg holte sich der Italiener Filippo Simeoni vor seinem dänischen Fluchtgefährten Claus Michael Möller.
Telekom-Kapitän Erik Zabel geht als Punktbester ins Finale der 58. Spanien-Rundfahrt und hat damit gute Aussichten, das im Vorjahr erstmals gewonnene rotweiße Trikot des besten Sprinters in Madrid erneut zu holen.
Heras startete am Freitag während des Anstiegs zum fast 1900 m hoch gelegenen Alto de Navacerrada seine Attacke auf Nozal. Rund 30 km vor dem Ziel konnte der Fahrer im Gold-Trikot dem Edelhelfer von Tour-Sieger Lance Armstrong nicht mehr folgen. Von den 90 Sekunden Rückstand auf der Passhöhe konnte er während der 23 km langen Abfahrt nur wenig aufholen. Gonzalez de Galdeano hat jetzt 3:03 Minuten Rückstand auf Nozal.
Dessen Polster dürfte aber groß genug sein für das 11,2 km lange Bergzeitfahren am Samstag. Dabei fällt zwischen San Lorenzo de El Escorial und dem Alto de Abantos die Entscheidung. Die letzte Etappe findet am Sonntag in Madrid statt, hier will Erik Zabel das Trikot des Punktbesten verteidigen.
Auf der ersten Hälfte der 19. Etappe mit bereits zwei Bergwertungen, darunter eine der ersten Kategorie, hatte Gonzalez de Galdeano erstmals Probleme, Heras zu folgen, kam aber noch einmal heran. Bereits zuvor bildete sich eine 19-köpfige Spitzengruppe, die phasenweise sieben Minuten Vorsprung auf das Feld besaß.
Auf dem Weg Alto de Navacerrada schrumpfte die Gruppe jedoch zusehends, auch der Vorsprung verringerte sich immer mehr. Am Ende blieben nur noch Möller und Simeoni übrig. Der Teamgefährte von Weltmeister Mario Cipollini setzte sich im Sprint um den Sieg letztlich klar durch.
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