"Integration durch Sport" statt "Sport mit Aussiedlern": Aussiedler-Projekt wird fortgeführt
zuletzt aktualisiert: 15.08.2001 - 18:09Berlin (rpo). Das vor mehr als zehn Jahren als "Sport mit Aussiedlern" in Zusammenarbeit von Deutschem Sportbund (DSB) und den 16 Landssportbünden gestartete Projekt wird als "Integration durch Sport" fortgeführt.
Die Aktion dient dem Ziel, nicht nur jugendliche Zuwanderer, sondern auch benachteiligte einheimische Jugendliche an den Sport und seine Vereine heranzuführen und dadurch in ihr Wohnumfeld zu integrieren.
Bundesweit haben sich in den vergangenen Jahren dem Projekt rund 300 Sportvereine als so genannte Stützpunktvereine angeschlossen. Diese Vereine kümmern sich besonders um die Integration der Aussiedler. Die Stützpunktvereine erhalten unter anderem Mittel für Übungsleiterhonorare bei Sportgruppen, für Sport- und Spielgeräte, für Integrationsveranstaltungen oder für Mietkosten bei zusätzlich angemieteten Sporthallen.
Aus Anlass fremdenfeindlicher Übergriffe auf Aussiedler und Ausländer ist das Projekt seit 2001 unter dem Motto "Integration durch Sport" eröffnet worden. Das Gesamt-Projekt wurde seit seinem Start im Jahr 1989 mit insgesamt rund 101 Millionen Mark (etwa 51,6 Millionen Euro) aus Mitteln des Bundesinnenministeriums gefördert. Für 2001 stehen rund elf Millionen Mark zu Verfügung. Das Projekt erreicht in diesem Jahr mit rund 7 350 Maßnahmen mehrere Hunderttausend Menschen, darunter etwa 150 000 Aussiedler.
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