Sydneys Olympia-Abrechnung:: Australische Steuerzahler berappten zwei Milliarden
zuletzt aktualisiert: 14.12.2000 - 12:45Sydney (dpa). Die australischen Steuerzahler haben umgerechnet rund 2,1 Milliarden Mark für die Olympischen Spiele in Sydney bezahlt. Das berichtete Olympiaminister Michael Knight am Donnerstag in Sydney nach der letzten Vorstandssitzung des Organisationskomitees SOCOG, dessen Präsident er auch war. Die Gesamteinnahmen aus Fernsehrechten, Sponsorengeldern, dem Verkauf von Eintrittskarten und Lizenzrechten betrugen rund 3,03 Milliarden Mark. 36 Millionen Mark fließen in die Kasse des Bundeslandes Neusüdwales zurück, 7,2 Millionen Mark werden für möglicherweise noch ausstehende Kosten in Reserve gehalten.
Knight stellte bei seiner letzten Pressekonferenz einen Plan vor, wie das Olympiagelände auch in Zukunft sinnvoll genutzt werden kann. Derzeit liegen der Landesregierung mehrere Vorschläge von Privatfirmen vor. "Wir wollen den Olympiapark in etwas Lebendiges, wirtschaftlich Lebensfähiges verwandeln", sagte Knight. Unter anderem hofft die Regierung darauf, dass sich in der Homebush-Bucht Technologie-Unternehmen ansiedeln werden. Außerdem soll ein Teil des Geländes vermutlich in einen Vergnügungspark umgewandelt werden.
Knight's Sorge wird aber all dies nicht mehr sein. Der umstrittene Olympia-Boss zieht sich am 12. Januar nach 19 Jahren aus der Politik zurück. Er bereue nichts, sagte Knight, auch wenn "ich und das Organisationskomitee Fehler gemacht" haben. Knight gehört der Koordinierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) an, die den Fortgang der Vorbereitungen der Olympischen Spiele 2004 in Athen überwacht.
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