WM in Antwerpen: Bahnrad-Vierer: Nach erstem Erfolg WM-Hattrick im Visier
zuletzt aktualisiert: 26.09.2001 - 13:21Antwerpen (rpo). Der Deutschland-Vierer plant, bei der Bahn-WM in Antwerpen am Donnerstag einen Hattrick einzufahren. Der dritte WM-Titel in Folge ist fest eingeplant - und der Start verlief nach Maß.
Alle drei deutschen Verfolger haben zum Auftakt der Bahnrad-Weltmeisterschaften die Vorschlussrunde über 4.000 Meter erreicht. Dort kämpfen am Mittwochabend die acht Zeitschnellsten der Qualifikation um den direkten Eintritt ins Finale.
Titelverteidiger Jens Lehmann (Leipzig) fuhr bei kühlen 10 Grad in 4:27,607 auf Platz zwei hinter dem Ukrainer Alexander Symonenko (4:26,098). Rang drei belegte Stefan Steinweg aus Friesenheim (4:31,699) vor Thomas Liese aus Leipzig (4:32,319).
In der Vorschlussrunde qualifizieren sich die beiden zeitschnellsten Sieger aus vier Läufen direkt für das Finale am Donnerstag, die beiden anderen Sieger kämpfen um Bronze.
In Runde zweit treffen Lehmann auf den Briten Bradley Wiggins (4:34,661), Steinweg auf den Spanier Roure Escobar (4:34,100) und Liese auf den Franzosen Jerome Neuville (4:32,863).
Obwohl die Mannschaft einmal mehr neu formiert wurde, steht nach dem Olympiasieg von Sydney auch der dritte WM-Titel in Folge für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in seiner Paradedisziplin fest auf der Rechnung. "Die Jungs haben eine Menge drauf", traut BDR-Sportdirektor Burckhard Bremer dem Team über die 4.000-m-Distanz im Sportpalais ein erneutes Husarenstück zu.
Die Akteure selbst hören das mit gemischten Gefühlen. "Natürlich sind die großen Erfolge der letzten Saison bei jedem im Hinterkopf. Aber mit Robert Bartko und Daniel Becke sind zwei der Leistungsträger nicht mehr dabei", warnt Sebastian Siedler aus Erfurt vor überzogenen Erwartungen. Doppel-Olympiasieger Bartko fährt inzwischen im Team Telekom, Becke wechselte als Profi zu Coast.
Mit Guido Fulst (Berlin) und Jens Lehmann (Leipzig) sind in der flämischen Metropole nur noch zwei der Helden von Sydney dabei, die bei Olympia in Weltrekordzeit (3:59,710 Minuten) zum Gold jagten. Der 31-jährige Fulst soll den Vierer in der ersten Runde mit dem 23-jährigen Siedler, dem ein Jahr jüngeren Christian Bach (Erfurt) und dem 21 Jahre alten WM-Neuling Andreas Müller (Berlin) zu einer guten Ausgangsposition führen.
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