Im belgischen Antwerpen: Bahnrad-WM: Vierer im Halbfinale
zuletzt aktualisiert: 27.09.2001 - 14:08Antwerpen (rpo). Da winkt schon die nächste Medaille: Der deutsche Bahnvierer hat bei der WM in Antwerpen das Halbfinale erreicht. Der Gegner steht bereits fest. Auch die deutschen Sprinterinnen zioehen sich bislang sehr gut aus der Affäre.
Der Titelverteidiger kam in 4:11,328 Minuten in der Qualifikation auf 4:11,328 Minuten und trifft am Freitagabend auf das Team aus Neuseeland (4:16,421). Deutschland war mit den Vorjahresweltmeistern Jens Lehmann (Leipzig), Guido Fulst (Berlin) und Sebastian Siedler (Gera) sowie Neuling Christian Bach (Erfurt) am Start.
Ursprünglich sollte Lehmann für das Finale der Einzelverfolgung geschont werden. Aber der Profi aus dem Team Nürnberger wollte unbedingt an den Start gehen. Angesichts der Superzeit der Ukrainer, die mit 4:10,322 Minuten am Morgen die schnellste Zeit vorgelegt hatten, erwies sich die Entscheidung als richtig.
Im Olympischen Sprint musste sich das deutsche Trio Eyk Pokorny (Berlin), Matthias John (Erfurt) und Stefan Nimke (Schwerin) in 46,177 Sekunden mit Platz fünf der Qualifikation zufrieden geben. Schnellstes Team war Titelverteidiger Frankreich in 45,046 Sekunden. Die zweitplatzierten Spanier waren rund eine halbe Sekunde langsamer.
Auch die deutschen Sprinterinnen haben sich bislang sehr gut aus der Affäre gezogen. Die Cottbuserinnen Susan Panzer und Katrin Meinke qualifizierten sich für das Viertelfinale. Allerdings musste die deutsche Meisterin Katrin Meinke in den Hoffnungslauf. "Damit haben wir unser Minimalziel schon erreicht", freute sich ihre Vereinsgefährtin Susann Panzer. Lediglich die junge Daniela Claußnitzer aus Frankfurt (Oder), die als Ersatzfahrerin noch in das WM-Team gekommen ist, schied in der ersten Runde aus.
Aus für Verfolgerin Becker
WM-Debütantin Christina Becker (Frankfurt/Oder) ist in der Einzelverfolgung der Frauen bei der Bahnrad-WM von Antwerpen ausgeschieden. Die einzige deutsche Starterin in dieser Disziplin kam in der Qualifikation mit 3:47,254 Minuten für die 3.000 Meter nicht über einen zwölften Platz hinaus. Acht Fahrerinnen erreichten die nächste Runde. Schnellste war Olympiasiegerin Lontien van Moorsel aus den Niederlanden (3:33, 749).
Fiedlers WM-Start ungewiss
Der Einsatz des zweimaligen Olympiasiegers Jens Fiedler aus Chemnitz bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften in Antwerpen ist ungewiss. Den 31-jährigen Profi plagte am Donnerstag eine leichte Erkältung. "Was es genau ist, müssen die Ärzte noch herausfinden. Wir werden erst kurzfristig entscheiden, ob er an den Start gehen kann", erklärte Fiedlers Heimtrainer Jörg-Uwe Krünägel gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (sid). Der Sprint-Olympiasieger von 1992 und 1996 und zweifache Olympiadritte von Sydney war für den am Freitag beginnenden Sprint und für den Keirin-Wettbewerb am Sonntag gemeldet.
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