Letzter DEL-Spieltag: Barons als Spitzenreiter in Playoffs
zuletzt aktualisiert: 17.03.2002 - 17:24Neuss (rpo). Erstmals seit ihrer Gründung starten die Barons aus München von der "Pole Position" in die Playoff-Runde der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Die DEG verpasste indes den Sprung auf den Playoff-Zug.
Das Team aus der bayerischen Landeshauptstadt sicherte sich durch einen 4:3 (1:3, 2: 0, 0:0, 1:0)-Sieg im Penaltyschießen zum Abschluss der Vorrunde bei den Iserlohn Roosters die Tabellenführung und trifft im ersten Viertelfinale am Freitag (22. März) auf die Augsburger Panther.
Dagegen muss sich Meister Adler Mannheim auf dem Weg zum sechsten Titel trotz eines 8:2 (1:0, 4:1, 3:1)-Kantersieges gegen die Berlin Capitals mit dem zweiten Platz begnügen. Gegner in der Runde der letzten Acht sind die Eisbären Berlin, die mit einem 3:2 (2:1, 0:1, 1:0) gegen die Revier Löwen Oberhausen noch das Ticket lösten.
Die Krefeld Pinguine mussten trotz eines 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 1: 0) im Penaltyschießen im rheinischen Derby bei der Düsseldorfer EG Metro Stars mit dem dritten Platz Vorlieb nehmen und dürfen sich im Viertelfinale auf ein pikantes Duell freuen. Denn als Sechstplatzierter wartet der Westrivale Kölner Haie, der zum Abschluss den Augsburger Panthern 1:6 (0:1, 0:3, 1:2) unterlag.
Dagegen war die DEG der große Verlierer im Rennen um die letzten offenen Playoff-Plätze. Der achtmalige Champion beendete die Saison 2001/02 auf dem neunten Platz und wartet bereits seit vier Jahren auf den Einzug in die Runde der besten Acht.
In der weiteren Viertelfinalpaarung stehen sich die Nürnberg Ice Tigers und die Kassel Huskies gegenüber. Nürnberg hatte trotz eines 1:3 (0:0, 0:0, 1:3) bei den Moskitos Essen den vierten Platz bereits sicher. Kassel verteidigte mit einem 3:0 (0:0, 0:0, 3:0) bei den Schwenninger Wild Wings den fünften Platz.
Der Vorletzte Berlin Capitals und Schlusslicht Schwenningen müssen in die erstmals seit der DEL-Grüdung vorgesehenen Playdowns. Der Verlierer steigt automatisch in die zweite Bundesliga ab. Allerdings ist die Austragung der Abstiegsspiele noch fraglich, denn den Moskitos Essen droht aufgrund eines Insolvenzverfahrens der sofortige Ausschluss. Eine Entscheidung soll bereits am Montag auf der Mitgliederversammlung fallen.
Keine Auswirkungen hatte der 7:6 (0:2, 2:2, 4:2, 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen der Frankfurt Lions bei den Hannover Scorpions. Für beide Teams ist genauso wie für Düsseldorf, Iserlohn, Oberhausen und Essen die Saison beendet.
München machte das Rennen um den ersten Platz nochmal spannend. Das Team von Trainer Sean Simpson lag in Iserlohn nach Treffern von Sean Tallaire (5.), Steve Washburn (16.) und Doug Ast (16.) schnell mit 0:3 im Rückstand, ehe Kent Fearns (19.) noch im ersten Drittel zur Aufholjagd bließ. Erneut Fearns (31.) und Simon Wheeldon (39.) egalisierten im zweiten Drittel, für die Entscheidung sorgte Peter Douris mit seinem Treffer im Penaltyschießen.
Das Viertelfinale wird nach dem Modus "best of five" ausgetragen und beginnt am 22. März. Die weiteren Termine sind auf den 24. und 26. März und falls notwendig auf den 28. und 30. März datiert. Das erste Halbfinale steht am 1. April auf dem Programm.
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