Erster Sieg für Gießen: Basketball-Bundesliga: Berlin als Spitzenreiter in Liga-Pause
zuletzt aktualisiert: 10.11.2002 - 17:38Frankfurt/Main (rpo). Titelverteidiger ALBA Berlin kann ganz beruhigt in die zweiwöchige Länderspiel-Pause der Basketball-Bundesliga gehen. Beim 76:64-Sieg über Brandt Hagen, mit dem die "Albatrosse" die Tabellenspitze verteidigten, ließen die Berliner aber jeglichen Glanz vermissen.
Am 8. Spieltag ließ sich der Meister durch TXU Energie Braunschweig nur für 21 Stunden die Tabellenführung entreißen. Einen Tag nach dem 81:78-Sieg der Braunschweiger (14:2 Punkte) im Derby bei den EWE Baskets Oldenburg zogen die allein unbesiegten "Albatrosse" (14:0) durch den glanzlosen 76:64-Sieg über Brandt Hagen wieder an den Niedersachsen vorbei.
Langsam im Kommen sind die Opel Skyliners Frankfurt, die nach dem 76:69 über TSK Universa Bamberg mit den Franken, Oldenburg und RheinEnergie Cologne (alle 10:6) gleichzogen. Der Vizemeister aus Köln kam zu einem hart umkämpften 99:95-Sieg bei EnBW Ludwigsburg. TBB Trier feierte mit dem 91:90 gegen Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen den zweiten Saisonsieg. Licht am Ende des Tunnels sieht Avitos Gießen. Mit dem 88:83 gegen den Mitteldeutschen BC gelang den Hessen im siebten Anlauf der erste Sieg. Sie gaben mit 2:12 Punkten die "Rote Laterne" an Ludwigsburg (2:14) ab.
ALBA genügte eine Durchschnittsleistung
Drei Tage nach dem EuroLeague-Sieg gegen Zagreb genügte Meister ALBA eine Durchschnittsleistung zum Erfolg über Hagen. Vor 6150 Zuschauern in der Schmeling-Halle waren Pesic (18), Stanojevic (12) und Lollis (12) Berlins beste Werfer. Für Hagen trafen Raicevic (20) und Huffman (14) am häufigsten. "Bankspieler" Kwiatkowski führte die Skyliners vor 3860 Zuschauern in der Frankfurter Ballsporthalle mit 21 Punkten zum Sieg über Bamberg, das in Stafford (20) und Taylor (14) die besten Werfer hatte. McKie (23) und der überragende Hartensein (18) mit 100-prozentiger Trefferquote aus dem Feld (8/8) waren Gießens Sieggaranten gegen den MBC, für den Matela (16) und Green (14) am häufigsten punkteten.
Mit zwei Freiwürfen zwei Sekunden vor Spielende entschied Braunschweigs Lisicky das Derby in Oldenburg. Vor 1700 Zuschauern gaben die Gastgeber mit Ovcina (24) und Grundy (18) als Top-Werfer vor der Pause den Ton an, ehe die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht wurden und durch Firic (18), Lisicky (18) und Earl (17) ihren siebten Sieg einfuhren.
Ein Offensiv-Festival boten Ludwigsburg und Köln den 2152 Fans. Der Aufsteiger hat sich kurzfristig mit LaSalle Thompson und M.C. Mazique (früher Bonn) verstärkt, die mit jeweils 18 Punkten auf Anhieb einschlugen. Mit Henjak (18), Popescu (15) und Lehtonen (13) trafen drei weitere Akteure zweistellig. Bei Köln gelang dies gleich sechs Spielern: Harrison (23), Kukic (17), Hammink (13), Arigbabu (12), Tomic (11) und Obradovic (11).
Weil Trier kein Geld für Verstärkungen hat, setzt der zweimalige Cupsieger auf den Faktor Geduld. Es scheint sich auszuzahlen, wie der zweite Saisonsieg beweist. "Wir haben als Mannschaft eine tolle Leistung geboten. Das war der Schlüssel zum Erfolg", sagte Triers Trainer Bernard Thompson. "Wir haben zu undiszipliniert gespielt", kritisierte sein Kontrahent Heimo Förster.
Ein technisches Foul gegen Leverkusens Bank und ein "unsportliches Foul" gegen Greene kippten die Partie. Die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber fiel in der Schlussminute: Der nach Stefansson (21 Punkte) zweitbeste Trierer Werfer, Skyrm (19), verwandelte fünf Sekunden vor Spielende einen von zwei Freiwürfen zum zweiten Saisonsieg. Leverkusens beste Werfer waren Wucherer (17) und Greene (16).
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