Wechseltreiben und Geldsegen wie selten zuvor: Basketball: Bundesliga steht in den Startlöchern
zuletzt aktualisiert: 01.10.2001 - 13:28Frankfurt/Main (rpo). Mit einem selten da gewesenen Wechseltreiben und Geldsegen startet am Mittwoch mit der vorgezogenen Partie zwischen Neuling RheinEnergy Cologne und Vizemeister Telekom Baskets Bonn die Basketball-Bundesliga in die Saison 2001/02.
Neue Spieler, neue Trainer und Rekordetats: Mit insgesamt 72 Zu- und 80 Abgängen sowie sechs Trainer- Wechseln verzeichnen die 14 Clubs ein großes Kommen und Gehen. Zudem stellt die Liga mit einem geschätzten Gesamt-Etat von 46,3 Millionen Mark (rund 23,5 Millionen Euro) eine neue Bestmarke auf.
Die Rekordfluktuation spielte sich bei Liga-Neuling RheinEnergy Cologne ab, der mit neun Neuzugängen eine komplett veränderte Mannschaft ins Rennen schickt. Mit der Verpflichtung der beiden jugoslawischen Europameister, Trainer Svetislav Pesic und Spielmacher Sasa Obradovic, tätigten die Rheinländer zugleich die spektakulärsten Transfers der Liga. Auch Brandt Hagen (7 Zugänge/9 Abgänge), der Mitteldeutsche BC (7/8), Bonn (8/6) und Bayer Giants Leverkusen (6/7) haben ihre Kader umfassend umstrukturiert. Die geringsten Bewegungen gab es hingegen bei Titelverteidiger ALBA Berlin mit nur zwei Neuankömmlingen und einer Verabschiedung. Mit dem ehemaligen tschechischen NBA-Profi Jiri Zidek (von Real Madrid) präsentierten die Hauptstädter erst am Wochenende einen vielbeachteten Neuzugang.
Mit spektakulären Gastarbeitern wollen die Club-Verantwortlichen den bei der zurückliegenden Europameisterschaft entstandenen Boom fördern. 38 ausländische Profis kamen neu in die deutsche Eliteliga. Insgesamt stehen 65 Ausländer in den Aufgeboten der 14 Clubs - auch das ist Rekord. StadtSport Braunschweig schickt eine ausschließlich aus Legionären bestehende Mannschaft ins Rennen. Neben Obradovic und Zidek weisen vor allem der lettische EM-Teilnehmer Uvis Helmanis (Leverkusen), Schwedens Nationalspieler Hakan Larsson (Hagen), der Bosnier Elvir Ovcina (Oldenburg) sowie die US-Asse Darnell Mee (Leverkusen) und Marcus Goree (Frankfurt) beste Referenzen auf. Mit Vladimir Bogojevic und Drazan Tomic (beide Köln) kehrten zwei zuletzt im Ausland tätige deutsche Internationale in die Bundesliga zurück.
Spitzenreiter der Etat-Rangliste ist laut der Fachzeitung "Basketball" Titelverteidiger Berlin mit geschätzten 11 Millionen Mark. Neben den "Albatrossen" können auch die in internationalen Wettbewerben tätigen Clubs aus Köln (9 Mio. Mark, Leverkusen (8), Frankfurt (6) und Bonn (5,5/alles geschätzt) ein Budget oberhalb der Fünf-Millionen-Marke vorweisen. Mit Ausnahme von Brandt Hagen haben alle Clubs ihre Etats aufgestockt. Hagen musste nach der verkorksten Vorsaison seinen Gürtel um über eine Million Mark enger schnallen.
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