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Basketballer setzen auf Dennis Schröder
Der Bessermacher

Der deutsche EM-Kader im Überblick
Der deutsche EM-Kader im Überblick FOTO: dpa, dan kno
Tel Aviv/Düsseldorf. Die Basketball-EM beginnt heute. Die Hoffnungen der Deutschen ruhen auf NBA-Star Dennis Schröder. Alle seien besser, wenn er auf dem Spielfeld steht, sagt Bundestrainer Fleming. Von Eckhard Czekalla

Ein bisschen weiter als 2013 in Slowenien und 2015 in Berlin soll es schon gehen. Da waren die deutschen Basketballer bereits nach der Vorrunde der EM nur noch Zuschauer. An 1993, als die Gastgeber in München das Finale gegen Russland gewannen, denkt allerdings keiner. "Ich freue mich, wenn wir zu den besten acht in Europa gehören", sagt Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB). Die Mannschaft von Bundestrainer Chris Fleming, der nach dem Turnier aufhört, startet heute (14.45 Uhr) in Tel Aviv. Die größte Last ruht auf Spielgestalter Dennis Schröder, der im Oktober 2016 seinen Vertrag beim NBA-Klub Atlanta Hawks für garantierte 62 Millionen Dollar (umgerechnet 52,2 Millionen Euro) um vier Jahre verlängerte.

Spielorte und Modus Die Vorrunde beginnt heute mit jeweils sechs Mannschaften in Helsinki (Finnland), Tel Aviv, Cluj-Napoca (Rumänien) und Istanbul. Die besten vier Teams jeder Gruppe erreichen die K.o.-Runde in der türkischen Metropole. Sie beginnt am 9. September mit dem Achtelfinale und endet am 17. September mit dem Finale.

Vorrunde Auftakt-Gegner Ukraine gilt als das schwächste Team. "Unsere erste große Aufgabe ist es, auf die richtige Art und Weise ins Turnier zu starten", betont Trainer Fleming. Ein Sieg ist Pflicht, damit man für die folgenden Aufgaben fit im Kopf ist. Georgien (Samstag/14.45), Gastgeber Israel (Sonntag, 20.30) und Italien (Dienstag, 17.30) agieren auf Augenhöhe. Gegen den EM-Zweiten Litauen (Mittwoch, 13.45 Uhr) muss für eine Überraschung schon alles passen. "Es geht nicht darum, die Vorrunde zu überstehen, wir müssen sie möglichst gut meistern", fordert Fleming. Beim Einzug ins Achtelfinale wartet eine Mannschaft der Gruppe A mit Frankreich, Griechenland, Slowenien, Polen, Finnland und Island (Erster A - Vierter B, Zweiter A - Dritter B usw.)

Der Anführer Die zentrale Figur in der deutschen Mannschaft ist Dennis Schröder. "Alle sind um zehn, 20 Prozent besser, wenn er das Spielfeld betritt", unterstreicht Fleming, ergänzt aber: "Man hat keine Chance, wenn nur ein Spieler punktet. Wir müssen es auf mehrere Schultern verteilen." Extrem schnell, viel Spielwitz, korbgefährlich - der exzentrische Profi hat die Qualität, entscheidend ist, dass das Zusammenspiel funktioniert. "Für mich gibt es keine zweite Option. Wir müssen auf jeden Fall nach Istanbul", sagt der 23-Jährige.

Vorbereitung Die DBB-Auswahl hat das Zeug zur positiven Überraschung. Wie auch bei anderen Mannschaften haben sich allerdings nicht alle Wünsche erfüllt, etwa in Italien. Dort brach sich Superstar Danilo Gallinari die Hand, als er in einem Testspiel einen Gegner niederstreckte. Absagen wie die der NBA-Profis Maximilian Kleber (Dallas) und Paul Zipser (Chicago), die sich bei ihren Klubs durchsetzen wollen, tun der DBB-Auswahl weh. Auch die Verletzungen von Maik Zirbes (München) und Niels Giffey (Berlin) schwächen das Team. Dass Schröder und Daniel Theis (Boston), der zudem dann noch fünf Tage wieder bei seinem Klub in Boston war, erst Mitte August zum Team kamen, war nicht ideal. Dazu verletzte sich Kapitän Robin Benzing im ersten Supercup-Spiel gegen Russland am Knie. Der Spanien-Legionär hat sich aber für heute fit gemeldet.

Die Favoriten Titelverteidiger Spanien, Litauen, Serbien und Frankreich.

Wer überträgt? ARD und ZDF verzichteten, da das Interesse an Live-Auftritten der Nationalmannschaft, zuletzt bei der EM in Berlin (mit Superstar Dirk Nowitzki), zu gering war. Die Telekom zeigt alle deutschen Spiele und einige andere Partien frei empfangbar bei EntertainTV, im Internet unter www.telekomsport.de und mobil per App.

Quelle: RP
 
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