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Basketball-EM
Verpasste Chance, gute Werbung

Deutschland - Serbien
Deutschland - Serbien FOTO: afp, jd/apr
Meinung | Berlin. Wer am Sonntag gegen 15 Uhr nichts Besseres zu tun hatte, als sich im ZDF die Sportübertragung anzusehen, dürfte ein Fan des Basketballs geworden sein. Das Spiel der deutschen Mannschaft gegen Vizeweltmeister Serbien bot die ganze Palette von Freude und Frust, von spektakulären Würfen und Bällen, die partout nicht in den Korb fallen wollten, und von einer aufregenden Schlussphase, in der beide Teams die Chance zum Sieg hatten.

Gewonnen hat auf jeden Fall der Standort Berlin. Was in der Halle am Ostbahnhof abging, war in der Intensität selten, vielleicht noch nie bei einem Spiel der Nationalmannschaft zu hören. Eine Stimmung, die das Team von National trainer Chris Fleming trug, die jedoch nicht ausreichte, die Sensation perfekt zu machen. Eine Stimmung, zu der aber auch die Anhänger der Serben kräftig beitrugen.

Die Chance war da. Die Gastgeber boten eine Leistung, die nach dem Zittersieg gegen Island kaum einer erwartet hatte. Doch Lob und Respekt bringen keine Pluspunkte. Deshalb wird es ab morgen ernst. Das Spiel gegen die Türkei wird zum Wegweiser, wird zeigen, ob der Weg nach Lille zur Endrunde führen kann.

Pressestimmen: "Deutschland schrammt 0,9 Sekunden an Sensation vorbei" FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO

Die Leistung der Deutschen gegen Serbien sorgt für Optimismus. Aber jedes Spiel hat eine andere Dramaturgie. Italiens Niederlage am Samstag gegen den morgigen Gegner macht die Aufgabe sicher nicht leichter.

Am Ende könnten - wenn Platz eins und zwei Serbien und Spanien belegen - drei Mannschaften punktgleich sein. Dann käme es auf jeden Korb an. Und deshalb schmerzt der vergebene Big Point umso mehr.

Quelle: RP
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