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Spitzenspiel in der BBL
Bamberg kassiert gegen Bayern schon die vierte Saisonpleite

BBL: Brose Bamberg kassiert gegen FC Bayern München schon die vierte Saisonpleite
Bambergs Trainer Andrea Trinchieri. FOTO: dpa, geb kno
München/Köln. Bayern München hat im Spitzenspiel der Basketball-Bundesliga ein Ausrufezeichen gesetzt und die Tabellenführung zementiert. Das hoch ambitionierte Team von Trainer Sasa Djordjevic setzte sich gegen Brose Bamberg mit 77:68 (43:33) durch.

Der FC Bayern fügte dem Serienmeister am zehnten Spieltag bereits die vierte Saisonniederlage zu. Die Münchner, die sich den Titel zum Ziel gesetzt haben, feierten ihren sechsten Sieg nacheinander.

Auf der Tribüne der mit 6700 Zuschauern ausverkauften Arena bejubelten Klub-Präsident Uli Hoeneß und die Fußballstars Arjen Robben, Franck Ribery und Thomas Müller den Prestige-Erfolg. Auch die Südamerikaner James und Arturo Vidal genossen ihren Ausflug zum Basketball sichtlich - vor allem den zweiten Abschnitt (23:9), in dem die Gastgeber die Weichen für den Sieg stellten.

Jared Cunningham (17) und Devin Booker (13) stachen bei den Bayern heraus, für Bamberg punkteten Dorell Wright (14) und Bryce Taylor (10) am besten. Während den Münchnern (18:2 Punkte) nur noch die MHP Riesen Ludwigshafen (14:2) folgen können, kämpft Bamberg (12:8) derzeit um einen der acht Play-off-Plätze.

Dreimal in den letzten drei Jahren waren die Bayern in der K.o.-Runde an Bamberg gescheitert, dementsprechend motiviert ergriff der Meister von 2014 die Chance, den großen Rivalen aus Franken weiter zu distanzieren. Coach Djordjevic hatte vor dem Anwurf gesagt: "Das Spiel wird in der Verteidigung entschieden werden. Hier müssen wir kämpfen, dürfen keinen Zentimeter nachgeben und physisch mit allem dagegenhalten, was wir haben."

Das taten die Bamberger erst im letzten Viertel, bis auf vier Punkte (67:71) kämpften sie sich heran. Mehr ging nicht.

Die Münchner waren aber auch deutlich ausgeruhter in die Partie gegangen, Bamberg absolvierte am Sonntag sein drittes Spiel in sechs Tagen. Nach der kräftezehrenden wie beeindruckenden Aufholjagd beim 84:81-Sieg gegen den FC Barcelona am Mittwoch hatte Trinchieris Team auch noch am Freitag in der EuroLeague bei Olimpia Mailand spielen müssen und eine 62:71-Niederlage kassiert.

Selbst bei den Bayern hatte diese Spielplangestaltung Unverständnis hervorgerufen. "Das ist nicht in Ordnung. Das ist nicht fair. Da fehlt das Fingerspitzengefühl", sagte Hoeneß. Seine Mannschaft könne seit dem erfolgreichen EuroCup-Duell gegen Galatasaray Istanbul (86:78) am Mittwoch "warten, bis die kommen", hatte Hoeneß vor der Partie im "Münchner Merkur" gesagt.

(sid)
 
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