| 16.58 Uhr

Finalsieg gegen Ulm
Immer wieder Bamberg - sechster Titel in sieben Jahren

Serienmeister Bamberg holt den nächsten Titel
Serienmeister Bamberg holt den nächsten Titel FOTO: dpa, nar kde
Bamberg. Die Brose Baskets Bamberg haben ihren Titel in der Basketball-Bundesliga verteidigt und sind zum achten Mal deutscher Meister geworden.

Andrea Trinchieri umarmte jeden einzelnen Spieler, dann sorgte der Trainer der Brose Baskets Bamberg auf dem Spielfeld höchstpersönlich für die erste Champagnerdusche. Im Schnelldurchgang hat das Team des Italieners seinen achten Meistertitel geholt, nach dem 92:65 (38:37) im dritten Finalspiel der Basketball-Bundesliga gegen ratiopharm Ulm ging die best-of-five-Serie mit 3:0 an Bamberg, das die Play-offs ohne Niederlage abschloss.

Darius Miller wurde als wertvollster Spieler (MVP) der Finals ausgezeichnet, für den früheren NBA-Profi spielte die Ehrung aber nur eine untergeordnete Rolle. "Wir sind Meister geworden, das ist das Wichtigste", sagte Miller bei telekombasketball.de.

Bamberg, das seinen Titel souverän verteidigte, blieb in der Meisterrunde als dritter Bundesligist nach Bayer Leverkusen (1992, 1994) und Alba Berlin (1998, 2002) ohne Niederlage. Die Brose Baskets haben zudem in ihrer fast makellosen Bundesliga-Saison nicht ein Spiel zu Hause verloren.

Nach dem Kraftakt in Spiel zwei am Mittwoch in Ulm (92:90 n.V.) ließen die Bamberger beim ersten Matchball keine Zweifel daran aufkommen, dass sie das Duell mit dem Überraschungsfinalisten wie zuvor die Serien gegen Außenseiter Würzburg und Vizemeister Bayern München zu Null beenden wollen.

Dennis Schröder sieht Finalsieg

Vor den Augen von NBA-Profi Dennis Schröder, der seinen Bamberger Nationalmannschaftskollegen und Freund Daniel Theis wie zuletzt in der Halle unterstützte, führte der Gastgeber nach einem frühen 12:0-Lauf 17:6 (6. Minute). Ulm ließ sich davon nicht verunsichern und kam wieder heran.

Auch nach der Pause erwischte der überlegene Hauptrundensieger Bamberg den besseren Start und zog davon. Als Theis per Dreier zum 61:44 traf (27.), war eine Vorentscheidung gefallen. Die Gäste aus Ulm, deren Trainer Thorsten Leibenath erneut fast nur seine sieben etablierten Profis einsetzte, hatten keine Kraft mehr für eine Antwort und unterlagen am Ende klar.

Kapitän Brad Wanamaker (19 Punkte) und Miller (19) waren die besten Werfer der Bamberger beim entscheidenden Sieg, bei Ulm hieß der überragende Akteur Raymar Morgan (19 Punkte/12 Rebounds).

Bamberg krönte abgesehen vom Pokal-Aus gegen die Bayern im Halbfinale eine nahezu perfekte Saison. Das Viertelfinale in der Euroleague wurde nur ganz knapp verpasst, national dominierte das Team. Nur drei Niederlagen gab es in der gesamten Saison - viel besser geht nicht.

Die tapfer kämpfenden Ulmer warten nach ihrer dritten Teilnahme dagegen weiter auf den ersten Sieg in einem Finalspiel. Dennoch kann die Mannschaft um Spielmacher Per Günther zufrieden sein. Nach dem völlig missglückten Start in die Saison war der Finaleinzug nach Siegen über Oldenburg (3:1) und Frankfurt (3:1) ein unerwarteter Erfolg.

"Ich werde lieber wieder Zweiter, als dass ich nicht in die Position komme, das Finale zu verlieren. Diese Mannschaft ist Wahnsinn. Aber es war einfach nicht genug", sagte Günther.

Seriensieger Bamberg hat unterstrichen, wer die Nummer eins in Deutschland ist. Abgesehen vom Triumph der Bayern 2014 sind die Brose Baskets seit 2010 immer Meister geworden. Auch wenn der ein oder andere Schlüsselspieler gehen wird, auch im kommenden Jahr geht der Titel nur über die Oberfranken.

(ems/dpa)
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