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Basketball Bundesliga
Trüber Herbst für die Bayern nach vier Niederlagen in Serie

Alba weist FC Bayern in die Schranken
Alba weist FC Bayern in die Schranken FOTO: dpa, lus cul
München. Bayern München hat das Spitzenspiel bei Alba Berlin mit Ansage verloren und die vierte Niederlage in Folge kassiert. Am Donnerstag droht in der Euroleague gegen Tabellenführer Fenerbahce der nächste Rückschlag.

Es ist ein ganz und gar ungemütlicher Herbst in München. Und es sieht nicht so aus, als würde es bald besser werden. "Wir waren nicht gut und nicht bereit. Irgendwie fehlten der letzte Einsatz und die körperliche Antwort", lautete die ernüchternde Bilanz von Bayern-Trainer Svetislav Pesic, nachdem seine Basketballer mit 74:90 (38:49) bei Alba Berlin verloren hatten.

Anspruch und Wirklichkeit klaffen beim Titelanwärter derzeit weit auseinander. Die Pleite in der Arena am Ostbahnhof war wettbewerbsübergreifend bereits die vierte in Folge. Treten die Münchner am Donnerstag (20.45 Uhr) in der Euroleague gegen Tabellenführer Fenerbahce Istanbul genauso auf wie in der Bundesliga, wird sich die Negativserie fortsetzen.

Natürlich machte sich in Berlin der Ausfall von Dusko Savanovic bemerkbar. Der zuletzt beste Profi der Bayern fehlte wegen einer Knieverletzung, dazu quälte sich Point Guard Alex Renfroe mit seinen Hüftproblemen durch die Partie. Als Erklärung für die schwache Vorstellung reicht das aber nicht.

Anschluss geht allmählich verloren

"Es war für uns frustrierend. Wir brauchten diesen Sieg, haben aber nicht genug geliefert. Das war zu wenig, um ein physisches Team wie Berlin in Bedrängnis zu bringen", sagte der frühere Berliner Renfroe. Nach drei Pleiten aus acht Bundesliga-Spielen sind die Bayern nur Achter.

Der Vizemeister kann froh sein, dass er als Ausrichter des Top Four gesetzt ist. Ansonsten würde der Pokalwettbewerb in dieser Saison womöglich ohne die Münchner stattfinden - nur die besten sechs Teams der Hinrunde dürfen in der Qualifikation antreten.

Pesic muss sich damit nicht beschäftigen, der erfahrene Coach hat aber auch so genug zu tun. Mit nur 10:6 Punkten ist der Rückstand zum ungeschlagenen Spitzenreiter Alba (16:0) nun riesig.
Die Tabellensituation ist unbefriedigend, das Auftreten war es auch. Die auch nicht gerade fehlerfreien Berliner zeigten den Gästen, wie es geht. "Sie haben von Anfang an viel investiert, sehr physisch und mit gutem Einsatz", sagte Pesic über den Gegner. Alba-Trainer Sasa Obradovic nahm das Lob zur Kenntnis: "Wir verbessern uns gerade von Spiel zu Spiel und arbeiten immer besser zusammen."

Erster Verfolger der Berliner sind die MHP Riesen Ludwigsburg (14:2) nach einem 90:76 (44:37) gegen die BG Göttingen, da Meister Brose Baskets Bamberg (14:4) mit 86:88 (40:48) bei den Frankfurt Skyliners unterlag und Platz zwei abgeben musste.

Bambergs Trainer Andrea Trinchieri kritisierte sein Team, richtete aber auch klare Worte an die Referees. "Meine Spieler hatten heute einen schlechten Tag, wenig Energie und Konzentration. Aber ich weiß, dass wir auf unsere Fehler reagieren werden. Ich hoffe, dass die Schiedsrichter dies auch tun werden", sagte der Italiener.

Doch damit nicht genug. Trinchieri, der während des Spiels zwei technische Fouls bekam, war wegen der vermeintlichen Benachteiligung kaum zu beruhigen. "Wir sind alle Teil desselben Geschäfts und tragen Verantwortung. Meine Spieler müssen sich mir gegenüber rechtfertigen, ich gegenüber dem Klub. Wem gegenüber müssen dies die Schiedsrichter tun?"

(sid)
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