| 13.05 Uhr

Basketball-EM
Versagt im entscheidenden Moment

Deutschland nach Niederlage gegen Türkei gefrustet
Deutschland nach Niederlage gegen Türkei gefrustet FOTO: afp, jd/dg
Meinung | Berlin. Die Zuversicht war riesengroß. Da kehrt Dirk Nowitzki (37), der große alte Mann auf dem Basketballfeld, nach vier Jahren ins Nationalteam zurück. Da ist Dennis Schröder (21), der sich in seinem zweiten NBA-Jahr zu einem starken Playmaker entwickelt hat, als zweiter Hoffnungsträger bei der EM dabei. Doch so einfach funktioniert das Spiel nicht. Von Eckhard Czekalla

Und nach der enttäuschenden Vorstellung beim 75:80 gegen die Türkei, die schon mit 21 Punkte führte und letztlich souveräner siegte, als es das Resultat aussagt, droht der große Frust.

Ein Scheitern in der Vorrunde, das mit einer Niederlage am Mittwoch gegen Italien perfekt wäre, dürfte das gerade wieder geweckte Interesse an den Korbjägern jäh beenden. Gegen die Türkei blieben die Gastgeber fast alles schuldig. Sie schafften es nicht, Nowitzki in Wurfposition zu bringen. Sie schafften es nicht, gegen den agressiv verteidigenden Gegner ihre Systeme zu laufen. Sie schafften es zu Beginn nicht, die türkischen Distanzwerfer zu stoppen. Sie schafften es nicht, auf den Punkt genau hellwach, flink im Kopf und auf den Beinen zu sein.

Bundestrainer Chris Fleming suchte vergeblich nach einer Erklärung. Der Prozess, eine Mannschaft zu formen, der viele im Vorfeld der EM eine positive Entwicklung zugetraut haben, erlitt einen Rückschlag. Der Sieg der Italiener gegen Spanien (105:98) hat die Aufgabe in Berlin nicht leichter gemacht. Mit einer Niederlage gegen die Squadra ist das Achtelfinale verpasst. Bei einem Sieg wartet auf das Fleming-Team dann noch Spanien, das ebenfalls gewinnen muss. Italien trifft auf Serbien, das dann schon durch ist.

Es war kein guter Tag für den deutschen Basketball.

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