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Eurocup in Istanbul
Bayern-Basketballer versuchen, den Terror auszublenden

Hoeneß sieht Bayern-Sieg gegen Galatasaray
Hoeneß sieht Bayern-Sieg gegen Galatasaray FOTO: dpa, kno
Sitanbul. Auswärtsspiele in Istanbul sind sportlich ohnehin schon eine prekäre Aufgabe. Nun kommen immer neue Terrormeldungen aus der Türkei hinzu. Die Basketballer des FC Bayern versuchen, das vor ihrem Eurocup-Rückspiel bei Galatasaray auszublenden.

Die Basketballer des FC Bayern München versuchen vor ihrem Eurocup-Viertelfinale bei Galatasaray Istanbul, sich nicht zu sehr von der angespannten Sicherheitslage in der Türkei ablenken zu lassen. "Wir sind seit Ende letzter Woche in Kontakt mit türkischen und deutschen Behörden sowie Galatasaray", berichtete Geschäftsführer Marko Pesic vor dem Abflug am Montag. "Uns ist garantiert worden, dass die Sicherheitsmaßnahmen angepasst werden und wir verlassen uns darauf. Wir versuchen, an den Sport zu denken." Die Türkei war zuletzt mehrfach Schauplatz von Terroranschlägen geworden. Die Partie gegen "Gala" ist jedoch auch sportlich eine Herausforderung.

Der Terror hat sich schon auf den Sport ausgewirkt. Am Sonntag wurde - zwei Stunden vor dem Anpfiff - das Derby in der Fußball-Süper-Lig zwischen Galatasaray und Fenerbahce in Istanbul abgesagt. In einer Erklärung des Gouverneursamts war als Begründung von "ernstzunehmenden Einschätzungen" der Sicherheitsbehörden die Rede.

In der Türkei wurden in den vergangenen Monaten mehrere Anschläge verübt. Am Samstag hatte ein Selbstmordattentäter in einer belebten Istanbuler Einkaufsstraße vier Menschen mit in den Tod gerissen und 39 Personen verletzt. Vor einer guten Woche starben bei einem Anschlag im Zentrum der Hauptstadt Ankara mindestens 37 Menschen. Bei einem Bombenanschlag auf einen Militärkonvoi im Regierungsviertel von Ankara kamen im Februar 30 Menschen ums Leben. Im Januar wurden zwölf Deutsche bei einem Anschlag im Zentrum Istanbuls getötet.

Der FC Bayern versucht, den Terror auszublenden. "Wir haben uns bei unseren Spielen in Istanbul grundsätzlich immer sicher gefühlt", betonte Marko Pesic. Die Münchner waren diese Saison bereits im Oktober in der Euroleague bei Fenerbahce angetreten.

Das Spiel gegen Galatasaray am Dienstag (19.00 Uhr) wird ohnehin ein Härtetest für den FC Bayern. Die Gäste erwartet in der türkischen Arena ein Hexenkessel. "Es ist unheimlich schwer, dort zu spielen, weil es eine heiße Atmosphäre gibt. Wir wissen, was uns erwartet. Wir versuchen das auszuschalten", sagte Marko Pesic.

Ausruhen auf ihrem Zehn-Punkte-Vorteil aus dem Hinspiel (99:89) vor einer Woche können und wollen sich die Münchner für den angestrebten Sprung ins Halbfinale nicht. "Wir erwarten ein sehr, sehr schwieriges Spiel. Unser Ziel muss sein, auf Sieg zu spielen", erklärte der Münchner Manager: "Wir müssen 40 Minuten Vollgas geben."

(dpa)
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