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Finalserie in der Basketball-Bundesliga
Für Bamberg ist in München verlieren verboten

Fotos: Bayern gewinnt erstes Spiel gegen Bamberg
Fotos: Bayern gewinnt erstes Spiel gegen Bamberg FOTO: dpa, loeb jai
Nach zuvor sechs Siegen aus sechs Spielen steht Bamberg erstmals unter Zugzwang. Trainer Trinchieri muss die Großen der Bayern zähmen.  Der Titelverteidiger kommt derweil zur richtigen Zeit in Fahrt.

Den Heimvorteil haben sie verspielt, nun muss Vorrundenprimus Brose Baskets Bamberg in die ungewohnte Rolle als Jäger schlüpfen. Geht es nach Trainer Andrea Trinchieri, spielt man in dieser Serie gegen den FC Bayern München ohnehin als Außenseiter. "Der Favorit spielt auf der anderen Seite des Tableaus", erklärte der Italiener. Seine Mannschaft hatte das erste fränkisch-bayerische Derby in eigener Halle am Sonntag mit 73:84 verloren und muss nun am Mittwoch (20 Uhr) in München zurückschlagen. Nach sechs Siegen in Serie steht Bamberg dabei erstmals in diesen Play-offs unter Druck.

Das Problem des sechsmaligen Champions aus Oberfranken ist dabei offenkundig. Das Münchner Dreigestirn Vladimir Stimac, John Bryant und Dusko Savanovic erzielte in Bamberg gemeinsam 42 Punkte und sorgte zudem dafür, dass auf Seiten des amtierenden Meisters ein deutlicher Reboundvorteil stand. "Wir haben zu schlecht beim Rebound gearbeitet. Jetzt müssen wir uns sammeln und die Dinge, die wir nicht gut gemacht haben, besser machen", erklärte Trinchieri, der sich mit seinem Team nach 21 Heimsiegen erstmals auf nationalem Parkett in der "Frankenhölle" geschlagen geben musste.

"Das 1:0 ist Vergangenheit"

Auf der anderen Seite erlebte Bayern-Trainer Svetislav Pesic eine turbulente Woche. Wurde er am Donnerstag in Berlin noch des Feldes verwiesen, leitete er sein Team in Bamberg zum ersten Schritt Richtung Titelverteidigung. Zuhause soll die Führung nun ausgebaut werden. "Das 1:0 ist Vergangenheit. Wir wissen, dass Bamberg besser spielen kann. Wenn sie in einen Rhythmus kommen, können sie jedes Spiel gewinnen", warnte der 65 Jahre alte Pesic. Er sieht Bamberg als "eine Spitzenmannschaft mit sehr viel Athletik".

Bereits 2013 waren die beiden Teams aufeinandergetroffen, damals im  Halbfinale. Die Bayern hatten Spiel eins auswärts gewonnen, die Serie gegen den späteren Meister allerdings mit 2:3 verloren. "Das wissen wir alle. Es sollte aber nicht belastend sein", sagte Pesic. FCB-Guard Anton Gavel stand damals noch auf Bamberger Seite und kann die Führung deshalb einordnen: "Das war nur ein Sieg und bedeutet absolut gar nichts. Spiel zwei ist auch wichtig", erklärte Gavel.

Das Ziel von Trainer Pesic und seinen Spielern ist klar: die erfolgreiche Titelverteidigung. "Wir sind nicht zufrieden, wir wollen Meister werden. Nun haben wir dazu eine gute Chance", erklärte der Trainer. Die Statistik gibt Pesic Recht. In den Play-offs sind die Münchner in vier Heimspielen unbesiegt, zudem gewann der letztjährige  Titelträger vier der fünf Duelle mit Bamberg im bisherigen  Saisonverlauf.

Auch im Kampf um die Gunst der Fans geben beide Teams alles. Sowohl auf Bamberger als auch auf Münchner Seite werden kostenlose Fanfahrten zum jeweiligen nächsten Auswärtsspiel angeboten. Die Spiele zwei und drei (Sonntag in Bamberg) sind bereits ausverkauft.

(dpa)
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