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Düsseldorf legt Widerspruch ein
Keine Bundesliga-Lizenz für die Giants
Düsseldorf legt Widerspruch ein: Keine Bundesliga-Lizenz für die Giants
Die Düsseldorf Giants wehren sich gegen die BBL-Entscheidung. FOTO: Giants
Frankfurt/Main. Die Basketball-Bundesliga (BBL) hat den Aufstiegsanwärtern Crailsheim Merlins und Giants Düsseldorf die Lizenz für die höchste Spielklasse in der Saison 2012/13 verweigert.

Im Fall der Crailsheimer begründete der Lizenzliga-Ausschuss die am Donnerstag getroffene Entscheidung mit der fehlenden wirtschaftlichen Erstligareife. Ex-Bundesligist Düsseldorf wurde aus formellen Gründen nicht zugelassen, weil er die Ausschlussfrist für die Abgabe der Unterlagen nicht eingehalten hatte. Beide Vereine sind noch im Play-Off-Viertelfinale der ProA-Liga vertreten.

Die Giants werden jedoch Einspruch einlegen. "Die Lizenzunterlagen mussten bis zum 15. März um 18 Uhr bei der BBL GmbH in Köln sein. Unser Bote war um 16.30 Uhr in Düsseldorf losgefahren. In der Nähe von Leverkusen gab es, aufgrund eines Unfalls, einen Stau. Er entschied sich, mit dem Zug weiterzufahren, telefonierte allerdings in der Sache noch mit dem Ligabüro. Man sagte ihm, dass er sich nicht zu beeilen brauche, man sei noch bis 19 Uhr im Büro. Mehrere Gespräche folgten, und man versicherte ihm, dass er sich nicht hetzen müsse. Daher fuhr er mit Auto weiter, um schnell anzukommen. Um 18.45 Uhr wurden unsere Unterlagen komplett eingereicht, und der Erhalt wurde uns anschließend bestätigt. Unser Club, unser Team, unsere Fans und unsere Sponsoren werden sich auf dem Weg in Beko BBL nicht beirren lassen. Die Resultate auf dem Platz bekräftigen uns, gegen diesen Bescheid fristgerecht Widerspruch einzulegen", gab der Klub in einer Pressemitteilung bekannt.

Von den 18 Bundesligavereinen muss lediglich Aufsteiger Würzburg Baskets Bedingungen für den Erhalt der Lizenz erfüllen. Fünf Vereine erhielten Auflagen, die anderen zwölf Klubs haben die wirtschaftlichen Voraussetzungen komplett erfüllt. Gegen die Entscheidungen des Lizenzligaausschusses können die betroffenen Vereine innerhalb von sieben Tagen Einspruch einlegen.

Auf Grundlage der von den Klubs eingereichten Unterlagen rechnet die BBL in der kommenden Spielzeit mit einem Rekordumsatz von über 70 Millionen Euro. "Das ist ein hervorragendes Ergebnis", erklärte der Vorsitzende des Lizenzligaausschusses, Alexander Reil, nach der Sitzung in Köln. In dieser Saison hatte die BBL mit 69,5 Millionen Euro den bisher höchsten Umsatz in der Geschichte verzeichnet.

Quelle: dpa
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