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Mit Hilfe von Dennis Schröder
Lo ist der neue Führungsspieler im DBB-Team

Maodo Lo ist der neue Führungsspieler im DBB-Team
Maodo Lo war mit 17 Punkten Topscorer der Partie. FOTO: dpa, dan nic
Kiel. Maodo Lo ist der neue Anführer der deutschen Basketballer. Der 23 Jahre alte Point Guard hat viel von Dennis Schröder gelernt und steht vor einer großen Zukunft.

Immer wieder riss es Dennis Schröder aus seinem Sitz nach oben. Hier ein Zuckerpass, da ein erfolgreicher Dreier - der NBA-Profi der Atlanta Hawks freute sich in seiner Loge über die gelungenen Aktionen von Maodo Lo. Im vergangenen Jahr war der 23 Jahre alte Neu-Bamberger bei der EM "nur" der Ersatzmann von Schröder, doch mittlerweile kann Lo die deutschen Basketballer selbst dirigieren.

"Letzten Sommer habe ich viel mit Dennis geredet. Er hat mich sehr unterstützt und ich versuche immer umzusetzen, was er mir sagt", sagte Lo in Kiel. Im ersten Spiel der EM-Qualifikation hatte er die Nationalmannschaft gerade zum 101:74 (52:38) gegen Dänemark geführt. Mit 17 Punkten wurde er nicht nur Topscorer, sondern lenkte das Team wie ein alter Hase und heimste dafür viel Lob ein.

"Maodo hat sich in den letzten Wochen sehr gut gesteigert. Er hat uns sehr gut geführt und ich war mit ihm sehr zufrieden", lobte Bundestrainer Chris Fleming und betonte: "Dabei hat er dieses Jahr eine komplett andere Rolle als bei der EM."

Im Vorjahr war er mit viel weniger Einsatzzeit nur Schröders Vertreter, in Dirk Nowitzki stand zudem ein Superstar mit auf dem Feld. Notgedrungen schlüpfte Lo nun in die Rolle des Starters, denn der ein Jahr jüngere Schröder hatte kurzfristig für den Sommer absagen müssen. Seine neue Führungsrolle in Atlanta und die damit verbundenen Verpflichtungen machten das nötig.

Lo, der in den vergangenen vier Jahren für die Columbia Lions in der US-Collegeliga NCAA spielte, stellte sich der Herausforderung - mit Erfolg. "Das ist gut fürs Selbstbewusstsein. Aber hoffentlich wird von mir nicht erwartet, dass ich jetzt jedes Spiel so spiele", sagte Lo.

Noch fehlt es dem Sohn eines senegalesischen Vaters und einer deutschen Mutter an Erfahrung im europäischen Basketball. Denn nach seiner Jugendzeit in Berlin ging er sofort zum Studium in die USA und kehrte jetzt erst nach Deutschland zurück. Lo unterschrieb einen Dreijahresvertrag bei Meister Brose Bamberg und will dort seine ersten Titel gewinnen.

"Das wird hoffentlich eine gute Zeit", sagte Lo. Er will seinen Teil dazu beitragen, dass Bamberg "so erfolgreich ist wie in den letzten Jahren", mit der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) soll bis Mitte September zunächst das Ticket für die EuroBasket 2017 in Rumänien, Finnland, Israel und der Türkei gelöst werden.

Und während Schröder am Donnerstag zurück nach Atlanta flog, ging es für Lo und Co. weiter nach Wien. Dort steht am Samstag (20.20 Uhr) das zweite Qualifikationsspiel gegen Österreich auf dem Programm. "Man darf kein Team unterschätzen. Wir müssen dafür sorgen, dass wir die Intensität steigern und voll konzentriert sind", sagte Lo.

Natürlich ist die DBB-Auswahl in Gruppe B, zu der auch noch die Niederlande gehören, der Favorit. Doch Fehler darf sich die Mannschaft nicht leisten. Nur die sieben Gruppensieger und die vier besten Gruppen-Zweiten sind bei der EM dabei. "Wir wollen jetzt erreichen, dass es rollt, dass wir in einen Flow kommen", sagte Lo.

(ems/sid)
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