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BBL-Playoffs
Bamberg, Bayern, Berlin? "Es gibt nicht nur die drei großen B's"

Play-offs der Bundesliga: Bayern München nach Rückschlägen unter Druck
Trainer Svetislav Pesic und sein Team treffen im Viertelfinale auf die MHP Riesen Ludwigsburg. FOTO: dpa, lmb fpt
München/Köln. Bayern München droht in den Play-offs der Bundesliga schon im Halbfinale das Duell mit Meister Brose Baskets Bamberg. Doch es gibt auch noch ganz andere Titelkandidaten.

Svetislav Pesic hatte sich die Hauptrunde anders vorgestellt. Mehr als Platz vier war für die Basketballer von Bayern München diesmal nicht drin, der Weg durch die Play-offs hat es in sich. "Wir sind damit nicht zufrieden", sagte der Trainer vor dem ersten Viertelfinale gegen die MHP Riesen Ludwigsburg am Samstagabend (19.30 Uhr).

Unter dem Strich ist die Saison bislang eine Enttäuschung. In der Euroleague kam für die Bayern das Aus nach der Vorrunde, das Pokalfinale in eigener Halle ging gegen Alba Berlin verloren. Es bleibt nur noch die Chance auf den Meistertitel, doch die Aussichten könnten deutlich besser sein.

Schon die erste Aufgabe hat es in sich. Pesic schätzt Ludwigsburg stark ein: "Sie gehören mit Frankfurt und Oldenburg zu den Mannschaften, die sich im Vergleich zur letzten Saison eine Favoritenrolle erarbeitet haben."

Die Bayern, im Vorjahr im Finale an den Brose Baskets Bamberg gescheitert, hatten es am letzten Spieltag durch eine Niederlage bei den EWE Baskets Oldenburg (84:88) verpasst, sich eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Die Enttäuschung ist abgehakt. "Wir schauen nach vorne und wollen unsere Erfahrungen nutzen", so Pesic. Es gehe ohnehin "ein neuer Wettbewerb" los.

Gelingt der erste Schritt, wartet ein enorm großer zweiter. Schon im Halbfinale geht es unter normalen Umständen gegen Bamberg. Der Hauptrundensieger trifft ab Sonntag im fränkischen Duell auf den krassen Außenseiter Baskets Würzburg (8.).

Wie die Bayern haben auch die Brose Baskets Respekt vor dem Start in die best-of-five-Serie. "Ich werde mein Team nur auf das erste Spiel vorbereiten. Wir dürfen nie den Fehler machen, über die Serie oder die weiteren Play-offs nachzudenken", warnte Trainer Andrea Trinchieri. "Mein Job ist es, an ein Spiel nach dem anderen zu denken."

Bamberg ist in dieser Bundesliga-Saison zu Hause ungeschlagen und hat Heimvorteil bis zum Ende der Play-offs. Nur wer in der Frankenhölle siegt, kann den Titelverteidiger ausschalten. Doch wer soll das schaffen? Die Bayern, oder vielleicht die unberechenbaren Berliner, die so oft da sind, wenn es gilt?

"Ich habe schon vor der Saison gesagt: Es gibt nicht nur die drei sogenannten großen B's, die immer Favoriten sind", meint Pesic. Oldenburg (2.) ist nicht zu unterschätzen, Frankfurt (3.), Pokal-Halbfinalist und Gewinner des FIBA Europe Cups, ist auch einiges zuzutrauen.

Pesic (66) hat all diese Kandidaten auf dem Zettel. Zunächst zählt für den Serben aber nur das Wochenende: "Das erste Spiel in den Play-offs ist das wichtigste, vor allem für die Mannschaft, die nicht Heimrecht hat. Sie werden mit voller Pulle und zusätzlicher Intensität versuchen, in den Rhythmus zu kommen."

Geschichte schreiben die Bayern am Samstag auf jeden Fall, egal wie das Spiel ausgeht. Der Meister von 2014 läuft in der 50. Bundesliga-Saison als erstes Team in Trikots mit Ärmeln auf. Zumindest optisch erleben die Fans einen Hauch NBA.

(sid)
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